Papst macht Ernst mit Reform der römischen Kurie

Franziskus beruft Kommission aus acht Kardinälen aller Kontinente ein

Vatikanstadt, 13.04.13 (KAP) Papst Franziskus plant offenbar eine grundlegende Reform der römischen Kurie. Wie der Vatikan am Samstag mitteilte, berief der Papst zu diesem Zweck eine Kommission aus acht Kardinälen aller Kontinente ein. Das erste Treffen der Kommission ist vom 1. bis 3. Oktober geplant. Koordinator der Gruppe ist der hondurianische Kardinal Oscar Andres Maradiaga Rodriguez. Als Sekretär fungiert der Bischof des italienischen Albano, Marcello Semeraro.

Der Papst reagiere damit auf einen Wunsch der Kardinalsversammlungen vor dem Konklave, der sogenannten Generalkongregationen, heißt es in der Mitteilung des Staatssekretariats. Die Kommission solle "das Projekt einer Revision der Apostolischen Konstitution "Pastor Bonus" erörtern. Mit diesem päpstlichen Erlass hatte Johannes Paul II. 1988 die römische Kurie neuorganisiert und ihr die heutige Gestalt gegeben.

Neben Maradiaga gehören der Kommission der Münchner Kardinal Reinhard Marx, Kardinal Giuseppe Bertello, Regierungschef des Vatikanstaates, Kardinal Francisco Errazuriz Ossa, emeritierter Erzbischof von Santiago de Chile, und Kardinal Oswald Gracias, Erzbischof von Bombay, an; weiters Kardinal Laurent Monswengo Pasinya, Erzbischof von Kinshasa, Kardinal Sean Patrick O'Malley, Erzbischof von Boston, und Kardinal George Pell, Erzbischof von Sydney.

(forts. mgl.) gpu/

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