• 11.04.2013, 13:58:46
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Greenpeace: Abwanderungsdrohungen der Industrie werden unglaubwürdig

CO2-Zertifikatemarkt muss dringend verbessert werden

Utl.: CO2-Zertifikatemarkt muss dringend verbessert werden =

Wien (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace kritisiert die
Drohungen von Teilen der Industrie, abzuwandern, wenn es bei den
Energiekosten kein Entgegenkommen gibt. Aktuell verlangt die
Industrie eine Absage für Reparaturmaßnahmen beim maroden
CO2-Emissionshandelssystem. Dieses System hat durch eine
Überallokation der CO2-Zertifikate seine Wirksamkeit als
Klimaschutzmaßnahme vollständig verloren.

"CO2-Zertifikate sind durch das Überangebot mittlerweile beinahe
gratis zu haben", so Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof.
"Das Recht das Klima zu schädigen war noch nie so billig wie jetzt,
und da mutet es mehr als seltsam an, wenn die Industrie hier eine
weitere Entlastung fordert - wollen sie dann sogar für Verschmutzung
bezahlt werden?"

Ein Auswuchs der jetzigen Situation ist, dass sich der Betrieb von
extrem umweltverschmutzenden Kohlekraftwerken wieder lohnt, während
viel sauberere Gaskraftwerke stillstehen.

Greenpeace verlangt daher als Notmaßnahme, dass 900 Millionen Tonnen
CO2-Emissionsrechte vom Markt genommen werden, damit der Preisverfall
beendet wird, und sich Klimaschutzmaßnahmen wieder lohnen.

"Wir kennen es seit Jahren - obwohl die österreichische Wirtschaft im
internationalen Vergleich sehr gut da steht, jammert die Industrie,
und droht mit Abwanderung wenn es bei Klimaschutz kein Entgegenkommen
gibt", so Westerhof. "In Wirklichkeit ist eine gute und langfristig
planbare Klimapolitik ein Innovationsmotor, und das weiß auch die
Wirtschaft."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

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