ÖGB-Bundesfrauenkongress: Foglar gegen vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters

Kampf für faire Einkommen Auftrag des gesamten ÖGB

Wien (OTS/ÖGB) - "Trotz gegenteiliger Aussagen mancher ist die Krise noch lange nicht überwunden, noch eine Menge Probleme stehen an", sagte ÖGB-Präsident Erich Foglar bei der Eröffnung des 17. ÖGB-Bundesfrauenkongresses am 10. April in Wien. "Es war die Kraftanstrengung der gesamten ArbeitnehmerInnenbewegung, gemeinsam mit der Bundesregierung, die dafür gesorgt hat, dass Österreich besser durch die Krise gekommen ist, als andere Staaten."

Große Aufgaben stünden aber noch vor uns, denn die Antworten auf die Krise seien bisher rein ökonomische gewesen. "Soziale Gerechtigkeit darf nicht unter die Räder kommen." Zur Gerechtigkeit gehöre auch die Chancengleichheit, so Foglar, und kritisierte die Tatsache, dass Österreich beim Thema Einkommensgleichheit einen der hintersten Plätze in der EU einnehme, als Schandfleck. "Das zu ändern ist nicht die Aufgabe der Frauen allein, es ist ein Auftrag an den gesamten ÖGB und an die Bundesregierung."

Keine vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters

"Beim Frauenpensionsalter gibt es eine ganz klare Regelung was die Angleichung des Pensionsantrittsalters der Frauen an jenes der Männer betrifft", sagte Foglar. Frauen hätten weiterhin niedrigere Einkommen, weniger Versicherungszeiten, die Lebensrealitäten von Frauen und Männern seien weiterhin sehr unterschiedlich. "Für mich kommt eine vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters daher nicht in Frage."

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