Schmied: Bildungspolitik wichtig für eine faire und aufgeschlossene Gesellschaft

Entwicklung des Bildungswesens entschlossen fortsetzen

Wien (OTS/SK) - Unter dem Motto "Als Frauen. Mit Frauen. Für Frauen." hielt heute, Mittwoch, die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB ihre Bundesfraktionskonferenz ab. Bildungsministerin Claudia Schmied betonte in ihrem Referat wie wichtig Bildungspolitik für eine faire und aufgeschlossene Gesellschaft ist. "Es gibt drei wichtige Bereiche in der Bildungspolitik: Soziale, ökonomische und demokratiepolitische Gesichtspunkte", erörterte Schmied. Denn es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Bildung/Ausbildung und Einkommen. "Die Bildung entscheidet in einem hohen Maß über die zukünftige Einkommensverteilung der Gesellschaft. Es ist daher eine Frage der sozialen Gerechtigkeit dafür einzutreten, dass alle Menschen gut ausgebildet sind", sagte Schmied. ****

Eine "gefestigte Ich-Identität" ist eine weitere wichtige Auswirkung von Bildung. "Denn die Qualität unserer Demokratie hängt auch von der Bildung und Ausbildung unserer Bürgerinnen und Bürger ab", betonte Schmied. Demokratie brauche Bürgerinnen und Bürger, die eine Meinung haben um für ihre Rechte einzutreten. "Es ist daher Auftrag der öffentlichen Bildungseinrichtungen Aufstieg durch Bildungsanstrengung zu ermöglichen", sagte Schmied.

Studien zeigen, dass von 100 Arbeiterkindern nur etwa 15 einen höheren Bildungsabschluss nachweisen könnten, wohingegen es bei derselben Anzahl von Akademikerkindern 66 seien. "Die wahre Selektion beginnt bereits vor den Klassenzimmern. Wir dürfen in Österreich kein Kind zurück lassen, denn alle Kinder bestimmen in spätestens 20 Jahren den Wohlstand unseres Landes", führte Schmied die wichtigsten Leitmotive einer zukunftsorientierten und auf soziale Gerechtigkeit ausgerichteten Bildungspolitik, die auch Wohlstand und Wachstum schafft aus.

Die Entwicklung des Bildungswesens muss entschlossen fortgesetzt werden. Zentrale bildungspolitische Kernprojekte sind die PädagogInnenbildung NEU und das Dienst- und Besoldungsrecht. "Die PädagogInnenbildung NEU garantiert eine hochwertige Ausbildung aller Pädagoginnen und Pädagogen auf tertiärem Niveau", betonte Schmied. In den letzten Jahren wurden bedeutende Verbesserungen erzielt:
Einführung des verpflichtenden Kindergartenjahres, kleinere Klassen, Festsetzen von Bildungsstandards, Einführung der Neuen Mittelschule, Ausbau ganztägiger Schulangebote und das kostenfreie Nachholen von Basisbildung und Bildungsabschlüssen. "Ziel einer sozialdemokratischen Bildungspolitik ist es, Schritt für Schritt die Chancen der Menschen zu verbessern und für mehr Gerechtigkeit zu sorgen", betonte Schmied abschließend. (Schluss) mis/sn

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