FSG-Katzian: Gleichstellung braucht mehr Verteilungsgerechtigkeit

Auftakt der 17. Bundesfraktionskonferenz der FSG-Frauen

Wien (OTS/FSG) - "Gleichstellung ist ein zentrales Thema unserer Arbeit, viele Erfolge wären ohne eure engagierte Arbeit nicht möglich gewesen", bedankte sich der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), Wolfgang Katzian, zum Auftakt der 17. Bundesfraktionskonferenz der Frauen bei den Delegierten. "Wenn wir in dieser Thematik weiterkommen wollen, dann müssen wir weiterhin gemeinsam Schwerpunkte setzen, einiges steht noch aus", spielte Katzian auf die aktuelle Studie der EZB an, deren essenzielle Botschaft es sei, "dass es außer Deutschland kein Land in Europa gibt, in dem Vermögen so ungleich verteilt sind wie bei uns -wenn wir noch einen Beweis dafür gebraucht hätten, wie gerechtfertigt unsere Forderung nach einer Vermögensbesteuerung ist, dann haben wir ihn jetzt".++++

Als weiteres großes Betägigungsfeld nannte Katzian das Schließen der Einkommensschere: "Da ist uns Gewerkschaften durch die Anrechnung von Karenzzeiten in den Kollektivverträgen in den vergangenen Jahren einiges gelungen." Der FSG-Vorsitzende thematisierte zudem die Tatsache, dass in Österreich jede fünfte der rund 300 Millionen jährlich geleisteten Überstunden nicht bezahlt wird. "Dadurch entgehen nicht nur der Sozialversicherung jährliche Einnahmen von rund 600 Millionen Euro, das ist auch Raub an den ArbeitnehmerInnen -und diesen Raub werden wir bekämpfen."

"Die SPÖ-Frauen und die FSG-Frauen gehören untrennbar zusammen, wir arbeiten erfolgreich miteinander", betonte Vizebürgermeisterin Renate Brauner in ihren Grußworten. Das zeige sich in Wien an einer ganzen Reihe von Maßnahmen, konkret nannte Brauner etwa die Einführung des Gratiskindergartens: "Den werden wir auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit Zähnen und Klauen verteidigen." Brauner signalisierte außerdem volle Unterstützung für die Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung: "Ein gerechter Anteil für Frauen an Arbeit und Freizeit, das geht nur mit einer Arbeitszeitverkürzung."

"Norwegen hat mit der Hilfe von Quoten und Regeln einen ordentlichen Frauenanteil in Aufsichtsräten und im Management geschafft, anders geht es auch nicht", forderte Europaabgeordnete Evelyn Regner konkrete Maßnahmen, um die gläserne Decke endlich zu durchstoßen - in ganz Europa: "Nur damit ist die Teilhabe von Frauen möglich, die es braucht. Nur wir sozialdemokratischen GewerkschafterInnen haben die Forderungen parat, mit denen eine faire Quote realisiert werden kann - dafür gilt es jetzt auf EU-Ebene anzupacken!"

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