Minister Töchterle und FHK-Präsident Holzinger: Gezielter Ausbau der FH-Studienplätze geht weiter - 3. Ausschreibungsrunde startet

Bund investiert rund 40 Millionen Euro bis 2015 - 4.000 neue Plätze im Vollausbau - Minister zu Gast an der Fachhochschule des bfi Wien

Wien (OTS) - Der gezielte Ausbau der Studienplätze an Fachhochschulen geht weiter: Nach den beiden bereits erfolgten Ausschreibungen für die Studienjahre 2012/2013 und 2013/2014 gab Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle heute im Rahmen seines Besuchs an der Fachhochschule des bfi Wien bei Geschäftsführer Dr. Helmut Holzinger, der auch Präsident der Österreichischen Fachhochschulkonferenz ist, den Start der dritten Ausschreibungsrunde bekannt. Im Vollausbau sollen bis 2015 österreichweit rund 4.000 neue Studienplätze geschaffen werden, der Bund investiert rund 40 Millionen Euro aus Mitteln der Hochschulmilliarde. "Die ständig wachsende Nachfrage unterstreicht das Erfolgsmodell Fachhochschulen. Mit dem gezielten Ausbau schaffen wir zusätzliche, hochwertige Ausbildungsplätze in zukunftsträchtigen Bereichen", so der Minister. FHK-Präsident Holzinger betonte: "Österreichweit kommen auf einen freien Fachhochschul-Studienplatz drei Bewerber/innen. Das zeigt die Notwendigkeit des Ausbaus im FH-Sektor." Der Ausbau der FH-Studienplätze entspricht dem von Minister Töchterle mehrfach betonten Ziel, ebenso den Empfehlungen der Expertengruppe zum Hochschulplan und des Wissenschaftsrates.

Die dritte Ausschreibungsrunde umfasst - so wie auch die erste für das Studienjahr 2012/2013 und die zweite für das Studienjahr 2013/2014 - rund 500 zusätzliche Studienplätze, die für das Studienjahr 2014/2015 finanziert werden. Schwerpunkte dieser Ausschreibung sind die Bereiche Weiterbildung, Kooperationen sowie Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung von Studiengängen und Standorten. Der Schwerpunkt "Weiterbildung" umfasst neben berufsbegleitenden Studiengängen den nicht traditionellen Zugang zu Fachhochschul-Studiengängen, Fernstudien-Elemente und neue Lernformen (blended learning). Beim Schwerpunkt "Kooperationen" stehen im Sinne des Ausbaus des Hochschulraumes und der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft Kooperationen mit Universitäten und Fachhochschulen sowie Betrieben im Mittelpunkt. Mit dem Schwerpunkt "Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung von Studiengängen und Standorten" sollen Entwicklungspotentiale standortspezifisch genutzt werden, etwa Ausbau, Vertiefung, Ergänzung und Bündelung von bestehenden Standorten und Studienrichtungen.

Die zusätzlichen Studienplätze können für bereits laufende oder neue Studiengänge von bestehenden als auch neuen Erhaltern beantragt werden. Zwei Drittel der Plätze sind für Bachelorstudiengänge, ein Drittel für Masterstudiengänge vorgesehen. Die Vorhaben werden vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung geprüft, danach werden die Studienplätze zugeteilt. Die Zuweisung der Bundesmittel für diese Studienplätze erfolgt unter der Bedingung der Akkreditierung durch die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria. Die Vorhaben können bis 10. Mai 2013 eingereicht werden, die Entscheidung über die Vergabe ist für Juni geplant.

Fachhochschulen zeichnen sich unter anderem durch regionale Kooperationen, die intensive Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sowie ihr sehr gut ausgebautes berufsbegleitendes Angebot aus. So etwa der jüngst von der FH Vorarlberg präsentierte Hochschullehrgang für Seilbahnbranche ("Seilbahnen - Engineering & Management"), der in Kooperation mit dem in Vorarlberg angesiedelten Seilbahnhersteller Doppelmayr AG ab September 2013 berufsbegleitend angeboten wird.

Die Verknüpfung von Theorie und Praxis hat auch an der FH des bfi Wien oberste Priorität. Renommierte Unternehmen wie T-Mobile, die Siemens AG oder Raiffeisen stehen der FH des bfi Wien als Kooperationspartner/innen zur Seite. "Unsere Sponsor/innen werden aktiv in die Lehre einbezogen. Dies stellt eine win-win Situation für Studierende und Unternehmen dar", so Prof. (FH) Dr. Andreas Breinbauer, Leiter des Kollegiums der FH des bfi Wien. Speziell in Auftrag gegebene Projekte werden von Studierenden durchgeführt und den Auftraggeber/innen präsentiert. Diese enge Verzahnung ermöglicht den Studierenden einen Einblick in die Praxis. Im Gegenzug dazu erhalten Unternehmen die Gelegenheit, Forschung anwendungsorientiert mitzugestalten. Die Forderung der Unternehmen nach international ausgebildeten High-Potentials nimmt die FH des bfi Wien gerne auf. "Mit dem neuen wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorstudiengang 'European Economy and Business Management' in englischer Sprache trägt die Fachhochschule des bfi Wien Rechnung, dass in vielen Unternehmen die Arbeitssprache Englisch ist", so Breinbauer weiter.

Derzeit studieren an der FH des bfi Wien rund 1.850 Student/innen -ca. 70 Prozent davon berufsbegleitend, in sieben Bachelor- und sechs Masterstudiengängen, - ab Herbst 2013 werden es ca. 1.900 sein.

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