RfW-BO Amann: Gewerbe und Handwerk als größte Arbeitgeber brauchen Entbürokratisierung und echte Liberalisierung!

"Die Stärke der heimischen Wirtschaft ist die Heterogenität. Das sollte auch die Kammer beherzigen und Interessen auch vertreten, statt nur auszugleichen."

Wien (OTS) - "Mit 648.443 unselbstständig Beschäftigten sind Gewerbe und Handwerk 2012 die größten Arbeitgeber in Österreich. Eine Vielzahl dieser Betriebe sind KMUs bzw. Familienunternehmen. Und gerade sie bleiben auf der Strecke: Auf der einen Seite stehen überbordende Bürokratie und Steuerlast. Auf der anderen Seite ist der im Verfassungsrang verordnete Interessensausgleich durch die Wirtschaftskammer für die betroffenen Zwangsmitglieder eher eine Behinderung als eine mutige und zielgerichtete Unterstützung", kritisiert RfW-Bundesobmann Fritz Amann.

Während die Industrie in der Lage sei, sich ihre Einflüsse in der Politik über professionelles Lobbying zu sichern, stehe der größte Arbeitgeber - Gewerbe und Handwerk - ohne solche Möglichkeiten da. Dieses Einflussdefizit zeige sich bei der überbordenden Bürokratie und den 14.000 Seiten von Gesetztexten, die den Gewerbetreibenden jene Zeit kosten, die er eigentlich in seine Geschäfte investieren müsste. "Dieser "Bürokraten-Terror" macht die kleinen und mittleren Unternehmer zu "Staatssklaven" für den Staat und für die Bürokratie", so Amann. Die Sparten Gewerbe und Handwerk hätten ganz eigene Bedürfnisse und stünden mit ihren Produkten und Dienstleistungen in einem harten Wettbewerb - und haben trotzdem in den letzten zehn Jahren weit über 100.000 neue Jobs schaffen können. "Es ist die Pflicht einer Interessenvertretung nicht ausschließlich dem Ausgleich das Wort zu reden, sondern sich der immer aktueller werdenden Wirtschaftsprobleme auch für diesen Arbeitgeberbereich bewusst zu sein. Es ist alles nur erdenklich notwendige an Entbürokratisierung und Entrümpelung, inklusive einer Liberalisierung der Gewerbeordnung, lautstark einzufordern", so Amann.

"Den Unternehmern fehlt schon lange der Glaube an die Politik. Aber auch die Hoffnung, bei diesem Mangel an Einfluss, schwindet langsam dahin. Und damit aber auch viele Arbeitsplätze, die wesentlich zur Existenzsicherung unserer Familien beitragen. Die Stärke der österreichischen Wirtschaft ist die Heterogenität. Das sollte auch die Kammer beherzigen und Interessen auch vertreten, statt nur auszugleichen", so Amann.

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