Schieder zu EZB-Daten: Vermögenssteuern müssen diskutiert werden

Soziale Krise stellt Europa vor enorme Herausforderungen

Wien (OTS/SK) - "Wir müssen die ökonomische und soziale Krise in Europa gemeinsam lösen. Europa kann es sich nicht leisten, ein Heer von 3,6 Millionen jugendlichen Arbeitslosen auf der Straße stehen zu lassen, während die wenigen Euro-MillionärInnen keinen fairen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten", sagt Finanzstaatssekretär Andreas Schieder am Mittwoch in Reaktion auf Ergebnisse einer Studie der Europäischen Zentralbank (EZB). ****

Die Studie der EZB (HFCS - Erhebung zur finanziellen Situation und zum Konsum der Haushalte) zeigt, dass alleine die Top-5-Prozent der reichsten Haushalte 37,2 Prozent des gesamten Vermögens in der Eurozone halten. Während die eine Hälfte der Haushalte in der Eurozone 94 Prozent des gesamten Vermögens hält, muss sich die andere Hälfte der Haushalte mit sechs Prozent zufrieden geben.

Zudem zeigen die aktuellen Arbeitslosenzahlen von 12 Prozent (Februar) in der Eurozone alarmierende Polarisierungstendenzen auf. Unter den Jugendlichen beträgt die Arbeitslosigkeit in der Eurozone sogar 24 Prozent. In Spanien und Griechenland finden fast 60 Prozent der jungen Menschen keinen Job.

Daher betont Schieder: "Die soziale Krise am Arbeitsmarkt gepaart mit einer ökonomisch wenig nachhaltigen Verteilung von Vermögen und Zukunftschancen stellt Europa in den nächsten Jahren vor enorme Herausforderungen. Wir brauchen nationale sowie europäische Beschäftigungsprogramme, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Jetzt müssen auch Vermögenssteuern zur Finanzierung wichtiger staatlicher Aufgaben diskutiert werden".

Schieder abschließend: "Wir benötigen mutige Antworten auf diese Fragen, um Europa in eine sichere und ökonomisch nachhaltige Zukunft zu führen." (Schluss) ah/bj

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