Pensionskassengelder für den Wohnbau?

Mehr als eine Million Wähler werden nicht gefragt

Wien (OTS) - Die Politik will zwecks zusätzlicher Wohnbaufinanzierung auf die Pensionskassengelder zugreifen und der Chef des Fachverbands der Pensionskassen springt sofort auf den Zug auf. Was das für die betroffenen Pensionsbezieher und Pensionsanwärter bedeutet, ist für die Politik und ihre Mitläufer offenbar nicht so wichtig.
Pekabe bringt wieder in Erinnerung: Das Pensionskassensystem funktioniert nur, wenn das Pensionsdeckungskapital hochverzinst angelegt ist. Einem großen Teil der rund 70.000 Österreicher, die bereits eine Pensionskassenpension beziehen, und mehreren hunderttausend noch aktiven Anwartschaftsberechtigten wurden seit dem Jahr 2000 die Pensionen um bis zu 50% gegenüber ihren vertraglichen Ansprüchen gekürzt, weil die Pensionskassen die von ihnen versprochenen Zinserträge nicht erreichen konnten: statt wie vereinbart alljährlich bis zu 7 oder 7,5%, wurden während 13 Jahren nur rund 2% im Jahresschnitt erwirtschaftet. Dienstgeber und Pensionskassen sind bei der Kapitalübertragung in die Pensionskassen von unrealistisch hohen Erträgen ausgegangen und haben keine Reserven vorgesehen, Unternehmen ersparten sich damit hunderte Millionen Euro auf dem Rücken ihrer Mitarbeiter, die sie damit dem Lotteriespiel der Börsen ausgeliefert haben - und das mit voller Rückendeckung durch die Politik.
Kann die Veranlagung zur Wohnbaufinanzierung Abhilfe schaffen? PEKABE will das Kind nicht mit dem Bad ausgießen, muss aber wissen:
1.Welchen Ertrag bringt eine Veranlagung im Wohnbau?
2.Wie sicher sind Veranlagungen in den Wohnbau?
Die noch immer nicht ausgestandene Finanzkrise hat ihren Ausgangspunkt bei den Immobilienfinanzierungen in den USA genommen und sich in den europäischen Krisenländern (z.B. Spanien, nun auch Slowenien) fortgesetzt; der Anteil der Wohnbaufinanzierungen ist dabei keineswegs zu vernachlässigen.

Kein Politiker hat noch zusichern können, dass ein auch nur annähernd ausreichender, hoher und sicherer Ertrag aus der Finanzierungsidee erreicht werden könnte. Und allein darum geht es für die PK-Pensionisten. Denn bis zu 800.000 Opfer überhöhter Zinsannahmen warten immer noch auf eine Lösung für ihren auch in der Zukunft drohenden Pensionsschwund. Angesichts der bevorstehenden Nationalratswahl erinnern wir daran, dass es sich dabei, rechnet man die Lebenspartner der betroffenen Pensionsbezieher dazu, um mehr als eine Million Wähler handelt!

Rückfragen & Kontakt:

Günter Braun, Pressesprecher des PEKABE - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
Mailto: pressesprecher@pekabe.at
Tel. 0699 - 111 58 699

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