Neues Volksblatt: "Ansporn" von Markus EBERT

Ausgabe vom 10. April 2013

Linz (OTS) - Nachdem das Team Stronach bereits bei den Wahlen in Niederösterreich und Kärnten den Einzug in die Landtage geschafft hat, reichte der Austro-Kanadier gestern auch ein Parteiprogramm nach. Gemessen am Zuspruch, den die Wähler schon dokumentiert haben und den die Meinungsforscher attestieren, war das eigentlich eine Fleißaufgabe. Aber das ist ja nicht das einzig Skurrile am Mann, der sich selbst ausschickte, der alten Heimat zu dienen.
Überrascht hat Stronach mit seinem Programm nicht mehr. Er hat einen Bauchladen befüllen lassen, wie die Definition der Partei als "weltoffene, heimatverbundene, sozialökonomische, politische Bewegung" zeigt: Zumindest das könnte jeder Wahlberechtigte unterschreiben. Aber so beliebig setzt sich schließlich auch sein Kaderpersonal zusammen: Viel BZÖ, etwas weniger FPÖ sowie rote und schwarze Farbtupfer. Was Stronachs Proponenten über alle Parteiwurzeln hinweg eint: Sie waren in ihren Stammparteien auf dem Abstellgleis.
Letztlich ist das Personal freilich so nebensächlich wie das Porgramm: Was zählt, ist Stronach selbst, und der braucht nur drei Worten zu sagen - "Wahrheit, Transparenz und Fairness". Dass das reicht, um in den zweistelligen Prozentbereich katapultiert zu werden, sollte zu denken geben. Und es sollte Ansporn für alle anderen Parteien sein, wirklich gute politische Arbeit für Österreich zu leisten.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001