SWV-Strobl fordert Stärkung der Eine-Person-Unternehmen

SWV-Wien: SVA-Selbstbehalt muss fallen

Wien (OTS) - "Eine-Person-Unternehmen prägen das Bild der Unternehmenslandschaft stärker denn je. Allein in Wien sind nahezu 60% der Firmen so genannte Eine-Person-Unternehmen, die unsere Unterstützung brauchen", betonte SWV-Wien-Präsident Fritz Strobl gestern, Montag, im Rahmen eines Hintergrundgespräches mit SP-Finanzstaatssekretär Mag. Andreas Schieder vor Journalisten.
6 von 10 Wiener Unternehmen sind Eine-Person-Unternehmen. In der Interessenvertretung der Wirtschaftskammer sind sie jedoch nach wie vor stark unterrepräsentiert. "Auf der einen Seite stehen jene Menschen, die Ideen haben, sich engagieren und aus freien Stücken in die Selbstständigkeit gehen, auf der anderen Seite gibt es eine Gruppe, die aus der Not heraus in die Selbstständigkeit gedrängt wurde. Es ist Aufgabe der Sozialdemokratie, beide Gruppen zu schützen und zu unterstützen", erklärte Fritz Strobl.

Das wirtschaftliche Umfeld hat in den vergangenen Jahren einen enormen Wandel durchlebt. "Die Rahmenbedingungen haben sich jedoch nicht in der gleichen Dynamik verändert, wie die Wirtschaft selbst", so Fritz Strobl, der dabei unter anderem auf die suboptimale Krankengeldregelung für Selbstständige verwies. Für Strobl sei das Krankengeld für Selbstständige zwar ein "wichtiger sozialpolitischer Meilenstein", jedoch gerade für Eine-Person-Unternehmerinnen und Unternehmer unzureichend. "Ein Eine-Person-Unternehmen, das ohne Unterstützung 42 Tage nicht betrieben werden kann, ist am 43. Tag womöglich ruiniert", stellt Strobl klar.

Heftige Kritik übte der SWV-Wien-Präsident auch am 20% SVA-Selbstbehalt, den Selbstständige bei jedem Arztbesuch bezahlen müssen. Der SVA-Selbstbehalt hindere besonders Eine-Person-Unternehmerinnen und Unternehmer am Arztbesuch und erhöhe das Risiko für chronische Krankheiten, "was der Allgemeinheit noch mehr schade". Aus diesem Grund fordert der SWV-Wien die restlose Abschaffung des SVA-Selbstbehalts.
Weiters sei es dringend notwendig, "den Fokus in der Wirtschaft auf EPU zu richten" und sie "mit ihrer gesamten Wirtschaftsleistung wahrzunehmen".

Strobl abschließend: "Schon lange stellen Eine-Person-Unternehmen keine Minderheit mehr dar, deswegen braucht es noch mehr Unterstützung."

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