Hakel: Kreativquartiere sind wichtige Labors für die Creative Industries

SPÖ-Klubenquete thematisiert Rahmenbedingungen für kreatives Arbeiten

Wien (OTS/SK) - Kreativquartiere sind wichtige Labors für die Cultural und Creative Industries, die geeignete politische Rahmenbedingungen benötigen. Das stellte Elisabeth Hakel, SPÖ-Sprecherin für Creative Industries, im Rahmen der Eröffnung der SPÖ-Klubenquete "Kreativquartiere: Neue Strategien für die Cultural & Creative Industries" am Dienstag fest. "Die Kreativwirtschaft und Kreativquartiere brauchen politischen Support und eine Politik des Ermöglichens - des Ermöglichens und Zulassen von Experimentierfeldern, von kreativen Laboren. Und die Kreativwirtschaft braucht Zugänge - Zugänge zu Infrastruktur, aber auch sozialer Absicherung und Förderungen", betonte Hakel. ****

Die Struktur der Creative Industries sei bekanntermaßen sehr kleinteilig, führte Hakel weiter aus. Daher brauche es spezifische Rahmenbedingungen bei der Infrastruktur, aber auch bei der sozialen Absicherung und den Förderungen. "Bei Krankenversicherung, Sozialversicherungsbeiträgen, Selbstbehalten oder beispielsweise beim Mutterschutz muss die spezifische Situation von Kreativunternehmen berücksichtigt werden", betonte Hakel.

Kreative Zentren können dabei nachhaltig auch zur Entwicklung von Städten und Regionen beitragen. Oft sind sie Nachnutzungen von Gebäuden oder Arealen, die stillgelegt worden sind - Industrieflächen und Funktionsbauten des 19. und 20. Jahrhunderts, die es in ihrer Funktionalität nicht ins 21. Jahrhundert geschafft haben. "Diese Zonen wieder zu beleben, ist für Stadt- und Raumplanung ganz wesentlich", hob die SPÖ-Sprecherin für Creative Industries hervor.

Kreativquartiere fördern die Entstehung von Netzwerken und fügen sich somit gut in die interdisziplinäre Kooperationskultur der Kreativwirtschaft ein. "Räume zum Arbeiten, Ateliers und Werkstätten, Probe-, Aufführungs- und Veranstaltungsräume, aber auch Geräte, Server und vieles mehr sind für einzelne oft nur schwer leistbar. Deshalb ist es mir wichtig, Kreativquartiere als Infrastruktur mit offenem Zugang für lebendige kreative Milieus zu sehen", so Hakel. (Schluss) bj/sas/mp

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