FPÖ-Mölzer: EU steht nun vor Scherbenhaufen ihrer einseitigen Kosovo-Politik

Serbien hat sich zu Recht die Brüsseler Ultimaten nicht bieten lassen - Umfassender Schutz und Autonomie für Kosovo-Serben haben das Minimum zu sein

Wien (OTS) - Nachdem Serbien aus verständlichen und nachvollziehbaren Gründen den EU-Plan für den Kosovo abgelehnt hat, stehe die Außenbeauftragte Catherine Ashton vor einem politischen Scherbenhaufen, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Aber das ist kein Wunder. Schließlich hat die EU mit Ultimaten versucht, die Serben zum Verzicht auf ihre legitimen Interessen im Kosovo zu zwingen", hielt Mölzer fest.

Brüssel hätte jedoch bedenken müssen, so der freiheitliche EU-Mandatar, dass der Kosovo als Wiege der serbischen Nation für Serbien eine besondere Bedeutung hat. "Nicht umsonst wird der Kosovo in der serbischen Verfassung zu einem unverzichtbaren Teil Serbiens erklärt. Und welcher Staat verzichtet schon freiwillig auf einen Teil seines Territoriums? Was Ashton gemacht hat, war eine Meisterleistung von politischem Dilettantismus", betonte Mölzer.

Deshalb forderte der freiheitliche Europaabgeordnete die Europäische Union auf, endlich auch die berechtigten Interessen Serbiens zu berücksichtigen und nicht nur den Schutzpatron der Kosovaren zu spielen. "Das bedeutet, dass ein umfassender Schutz der serbischen Minderheit im Kosovo gewährleistet sein muss. Und wenn die Kosovo-Serben schon unter albanischer Oberhoheit leben sollen, dann ist ihnen eine maximale Autonomie zu gewähren", erklärte Mölzer.

Zudem wies der freiheitliche Europaparlamentarier darauf hin, dass die Serben ein auf mehrere Staaten aufgeteiltes Volk sind. "Wenn Brüssel die Weichen für eine EU-Integration des Westbalkans stellen wird, ist dieser Umstand zu berücksichtigen. Deshalb müsste es, etwa für die Serben in Bosnien oder im Kosovo, zu einer Kantonallösung kommen, was nicht nur eine maximale Autonomie bedeutet, sondern auch freier Grenzverkehr ins serbische Mutterland", schloss Mölzer.

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