FCG Jugend: Finanzierung von Meisterkursen

Attraktivierung von Lehrberufen durch leistbare Weiterbildung

Wien (OTS/FCG) - Bildung ist in Österreich weitestgehend ein sehr freies und im Regelfall den meisten zugängliches Gut. Nach einer Studienberechtigung ist ein Studium in fast allen denkbaren Studienrichtungen ohne Gebühr möglich. Den freien Zugang zu Studien von Japanologie bis hin zu Theaterwissenschaften lässt sich der Staat einiges kosten. Schon bei der kleinsten Erwähnung von Einsparungen bzw. Kürzungen wird mit spektakulären, politischen Aktionismus wie Universitätsbesetzungen dagegen mobil gemacht. Konsequent wird dabei auf all jene vergessen, deren Aus- und Weiterbildung sich außerhalb der Universität abspielt. Will sich eine Facharbeiterin oder ein Facharbeiter weiterbilden, so ist bald Schluss mit der uneingeschränkten Zugänglichkeit.

Der heute immer mehr vorherrschende Facharbeitermangel und der explodierende Andrang an Österreichs Universitäten macht es notwendig, Lehrberufe zu attraktiveren. Ein wichtiger Schritt dazu ist die Vereinfachung der Weiterbildung zum Meister. Bis zur Meisterprüfung können bis zu 7.000 Euro an Kosten für Materialien, Prüfungstaxen und Kursgebühren anfallen, ein Betrag, den sich die wenigsten Gesellinnen und Gesellen leisten können. Fertige Meister haben in Betrieben ausgezeichnete Aufstiegs- und Einkommenschancen und dürfen ihren eigenen Meisterbetrieb eröffnen.

Die Schieflage muss beseitigt werden: durch geförderte Vorbereitungskurse zur Meisterprüfung!
Eine Kostensenkung der Kursgebühren kommt jedoch nicht in Frage, denn die Qualität der Ausbildung darf keinesfalls schlechter werden, es muss der politische Wille da sein, Weiterbildungsmöglichkeiten von Lehrberufen - und damit die Lehrberufe selber - zu fördern. Nicht nur Master sondern auch Meister!

Daher begrüßt die FCG Jugend den Vorstoß von Wilfried Haslauer, Obmann der Salzburger Volkspartei, gezielt gegen den Fachkräftemangel vorzugehen und gratis Meisterprüfungen anbieten zu wollen.

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