WKÖ-Fürntrath-Moretti zu Equal Pay Day: Frauen sind treibende Kraft für die Wirtschaft

Frau in der Wirtschaft fordert rasch mehr flexible Kinderbetreuungsplätze und ein Aufbrechen alttradierter Rollenbilder

Wien (OTS/PWK197) - Anlässlich des Equal Pay Day weist Adelheid Fürntrath-Moretti als Vertreterin der über 100.000 Unternehmerinnen in Österreich auf die wesentliche Schlüsselrolle von Frauen in der Wirtschaft hin: "Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung hin zu einer alternden Gesellschaft und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel in Europa muss allen klar sein, dass Frauen die wichtigsten Stützen der Wirtschaft sind und auch so behandelt werden müssen," betont die Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), der Unternehmerinnenvertretung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Eine Ursache der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern liegt für Fürntrath-Moretti unter anderem darin, dass Frauen in jenen Branchen mit unterdurchschnittlichen Löhnen überproportional vertreten sind. Deshalb gelte es dringend, tief verwurzelte, traditionelle Rollenmuster aufzubrechen. Ansetzen müsse man hierzu bereits im Vorschulalter, in der pädagogischen Erziehung und in weiterer Folge in der Berufsberatung. "Nach wie vor orientieren sich Männer und Frauen bei der Berufswahl an traditionellen Rollenbildern - Stereotype setzen sich leider noch immer durch", so Fürntrath-Moretti.

Flexible und leistbare Kinderbetreuungsplätze dringend notwendig

Der rasche Ausbau qualitativ hochwertiger, flexibler und leistbarer Kinderbetreuungsplätze sei der zweite wichtige Punkt, an dem es für die Unternehmerinnen-Sprecherin dringend anzusetzen gilt. Denn die mangelhafte Kinderbetreuungs-Situation müssten in Österreich zumeist Mütter ausbaden, da Vereinbarkeit in Österreich immer noch ein "Frauenproblem" darstelle, so Fürntrath-Moretti. Frauen sind aufgrund von Unterbrechungen für Kinderbetreuung kürzer am Arbeitsmarkt und es fehlt ihnen daher an Berufserfahrung. Dem könnte, wie aktuelle Studien belegen, durch den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen entgegengewirkt werden. "Was wir also unbedingt brauchen, ist ein flexibleres, leistbares und flächendeckendes Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen, denn Frauen werden nur dann die gleichen Chancen erhalten, wenn sie in ihrer aktiven Erwerbstätigkeit mit fördernden Maßnahmen unterstützt werden", zeigt sich Fürntrath-Moretti überzeugt. (ES)

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