AKNÖ-Haneder zu NÖAAB-Attacken: Lassen uns keinen Beißkorb umhängen

"Bei Kritik bitte an Fakten halten"

Wien (OTS/AKNÖ) - AKNÖ-Präsident Hermann Haneder zeigt sich verwundert über die heutigen Angriffe des NÖAAB auf die Niederösterreichische Arbeiterkammer. Der NÖAAB hatte der AKNÖ vorgeworfen, ständig das Land zu kritisieren.

"Die AKNÖ lässt sich vom NÖAAB sicher keinen Beißkorb umhängen", weist AKNÖ-Präsident Hermann Haneder die heutigen Attacken des ÖVP-ArbeitnehmerInnenflügels auf die Kammer zurück. "Wir vertreten die Interessen der 600.000 ArbeitnehmerInnen in Niederösterreich. Das tun wir gegenüber der Bundesregierung, gegenüber der Landesregierung und das tun wir gegenüber den anderen Interessenvertretungen. Das ist meistens konstruktiv und manchmal kantig, aber das ist bei der AK Vorarlberg und bei der AK Tirol nicht anders." Auch die zwei schwarz geführten Kammern würden "sehr gute Arbeit" zugunsten der ArbeitnehmerInnen in ihrem Bundesland leisten. Oft genug würden die Länderkammern auch ihre Arbeit und ihre Argumentation aufeinander abstimmen.

"Was in Tirol und Vorarlberg zu Recht als echte Interessenpolitik für die ArbeitnehmerInnen angesehen wird, soll bei uns plötzlich ein Schlechtreden des Landes sein?", zeigt sich Haneder verwundert. Auch an der häufig offensiven Interessenpolitik von Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer würden nie derartige Vorwürfe laut. "Ich respektiere den NÖAAB als Partner in der Interessenvertretung. Aber hier hat er sich verrannt und agiert aus irgendwelchen Gründen parteipolitisch. Das ist schade. Er sollte sich besser an den KollegInnen aus Westösterreich orientieren."

Zeit nutzen, um eigene Fehler zu korrigieren

"Ich habe den Eindruck, der NÖAAB ist zu früh in den Wahlkampf gestartet", sagt Haneder. "Die Kammerwahl ist erst 2014. Da haben wir alle noch Zeit. Die sollten wir zur Arbeit für die ArbeitnehmerInnen nutzen." Das würde gerade dem NÖAAB gut tun. In die Presseaussendungen und Broschüren des NÖAAB hätten sich zuletzt einige Fehler eingeschlichen. "So zahlt jemand, der 2.000 Euro brutto verdient, beispielsweise nur 76,20 Euro Kammerumlage im Jahr und nicht 120 Euro, wie der NÖAAB heute behauptet hat".

Peinlich seien einige Fehler in der NÖAAB-Steuerbroschüre, die an ArbeitnehmerInnen verteilt wird. "Eltern bekommen zum Beispiel keinen pauschalen Kostenersatz von 110 Euro, wenn ihre Kinder eine auswärtige Berufsausbildung machen, sie bekommen nur einen Steuerfreibetrag in dieser Höhe. Das macht bestenfalls halb so viel aus", sagt Haneder. "In der NÖAAB-Steuerbroschüre steht, dass Lernhilfe in den Ferien steuerlich absetzbar ist. Auch das stimmt nicht. Absetzen kann man nur Kosten für Ferienlager. Nachhilfe gehört da nicht dazu."

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