Lehrerbildung neu: Bedenken der uniko sind nicht ausgeräumt

Wien (OTS) - Grundsätzlich halten die Universitäten die Neugestaltung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung für notwendig und sinnvoll. "Wir anerkennen auch das Bemühen der Regierung um eine einheitliche Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer und die Absicht, die Qualität dieser Ausbildung zu erhöhen", erklärt der Präsident der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko), Rektor Heinrich Schmidinger. Allerdings beurteilt die uniko die Eckpunkte für die Reform der Lehrerinnen- und Lehrerbildung, die heute von Wissenschafts- und Unterrichtsministerium präsentiert wurden, auch mit gemischten Gefühlen. Trotz vieler Besprechungen mit dem Wissenschaftsministerium in den vergangenen Monaten sieht die uniko ihre bereits mehrfach geäußerten Bedenken nach wie vor nicht ausgeräumt.

"Es muss gewährleistet sein, dass die Institutionen tatsächlich über entsprechende wissenschaftliche und künstlerische Traditionen, Praxis, Kapazitäten und Ressourcen verfügen", hält Schmidinger fest. Die Möglichkeit, dass Pädagogische Hochschulen (PH) künftig auch alleine Bachelorprogramme für die gesamte Sekundarstufe und Masterprogramme für die Primarstufe anbieten können, werde massive Auswirkungen auf die Qualität der Lehrerinnen- und Lehrerbildung mit sich bringen. Masterstudien sollten deshalb nach Ansicht der uniko grundsätzlich nur von Universitäten oder in Kooperation mit diesen durchgeführt werden, aber nicht von PH alleine. Zudem würden damit teure Parallelstrukturen aufgebaut, was keiner ressourcenschonenden und nachhaltigen "Pädagoginnen- und Pädagogenbildung neu" entspricht. Für die uniko bleiben so nach wie vor viele Fragen unbeantwortet, etwa wo künftig die Weiterbildung anzusiedeln ist und welche Rolle dem Qualitätssicherungsrat tatsächlich zukommen wird, ergänzt Schmidinger. Dazu bedürfe es noch einer genauen Prüfung des Gesetzentwurfs.

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