WKÖ-Kronberger: Diskussionen um Umverteilung berücksichtigen Fakten nicht

Eigentumssteuern belasten alle Bevölkerungsschichten - Vermögensverteilung viel weniger in Schieflage als behauptet

Wien (OTS/PWK193) - "Diskussionen um steuerliche Umverteilung, die letztlich in weiteren Belastungen für die Wirtschaft münden, berücksichtigen die tatsächlichen Fakten nicht", hält Ralf Kronberger, Leiter der finanzpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), fest.
"Tatsache ist: Die Vermögensverteilung in Österreich ist viel weniger in Schieflage als oftmals dargestellt wird. Unter Berücksichtigung auch der Pensionsansprüche sind die Vermögen insgesamt um einiges gleicher verteilt als oftmals dargestellt. Im Bereich der westlichen Industriestaaten ist Österreich jenes OECD-Land, welches am meisten bei den Einkommen umverteilt. Es gibt daher keinen Grund für zusätzliche Eigentumssteuern". Vermögenssteuern münden letztlich in eine Erhöhung der Grundsteuer, welche letztlich alle Bevölkerungsschichten belastet.
Eine Vermögenssteuer bremst Investitionen bei Klein- und Mittelbetrieben und senkt den Spielraum vieler Unternehmer, höhere Löhne und Gehälter zu zahlen. Die Einführung einer Vermögenssteuer ist ökonomisch nicht sinnvoll und wäre sogar standortschädlich. Laut IHS-Berechnungen bringt eine Vermögenssteuer nicht sehr viel: Mehr als eine Milliarde Euro, je nachdem, wie breit man die Bemessungsgrundlage definiert, wird vermutlich nicht zustande kommen. Die Wirtschaftsleistung würde durch eine Vermögenssteuer langfristig um 0,65 Prozentpunkte gedrückt. Außerdem machen die administrativen Kosten einen Gutteil der Steuereinnahmen der Steuereinnahmen aus.

"Bestens ausgebaute soziale Sicherungssysteme und so hohe Transfers wie in Österreich finden sich in kaum einem anderen OECD-Land. Statt neuer Belastungsideen müssen Ausgaben entlastende Strukturreformen konsequent weiterentwickelt und auch tatsächlich umgesetzt werden", so Kronberger. (PM)

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