"matinee" am 7. April: "Hallo, wie geht's?" mit Sandra Pires

Außerdem: Porträt zum 80. Geburtstag von Montserrat Caballé, das neue Musiktheater Linz und die "Kulturtipps"

Wien (OTS) - Zu einer neuen Ausgabe der "matinee" am Sonntag bittet Peter Schneeberger am 7. April 2013 um 9.05 Uhr in ORF 2. "Hallo, wie geht's?" möchte Dagmar Koller darin von Sängerin Sandra Pires wissen, die offenherzig über ihr Karriere und ihr Privatleben spricht. Wie ein "ideales Opernhaus" im 21. Jahrhundert aussehen sollte, behandelt - anlässlich der bevorstehenden Eröffnung des neuen Linzer Musiktheaters - anschließend, um 9.35 Uhr Elisabeth Buchmanns Reportage "Das neue Musiktheater - Ein Solitär für Linz". Weiters würdigt die "matinee" um 10.00 Uhr die spanische Sopranistin Montserrat Caballé, die am 12. April ihren 80. Geburtstag feiert, mit einem Filmporträt von Karina Fibich. Wie man in Mallorca kunstvoll wohnen könnte, zeigt der Maler Peter Marquant in "Wo die Kunst wohnt - Cap des Moro" um 10.25 Uhr. Die "Kulturtipps" zu den wichtigsten Ereignissen der Woche beschließen um 10.35 Uhr die Sendung.

"Hallo, wie geht's - Sandra Pires?" (9.05 Uhr)

Ihre Wurzeln liegen in Osttimor. Der Baumstamm ist in Portugal gewachsen. Die Äste sind in Australien entstanden und die Früchte werden in Österreich geerntet. Das ist das Leben von Sandra Pires. Geboren in Osttimor, übersiedelte die damals16 Monate alte Sandra zu ihren Großeltern nach Portugal. Sie kam erst als Jugendliche mit 13 wieder zu den Eltern nach Australien, weshalb es nie zu einem engen Verhältnis führte. Sie musste die Eltern erst kennenlernen. 1993 ging die Wahlwienerin in Portugal in ein Reisebüro. Dort wurde ihr die Stadt Wien sehr empfohlen - und sie buchte. Sandra stand im Schnee am Stephansplatz und hat sich in Wien verliebt. Ihr wurde das Papas Tapas als Club mit Live-Musik empfohlen - wo sie auch ihre ersten Auftritte hatte. Als Kind war es ihr Traum, Sportlehrerin zu werden, was sich jedoch schnell in den Berufswunsch Sängerin wandelte. Mit dem Lebensmotto "Leben und leben lassen" ist die Künstlerin, die sechs Sprachen spricht, immer gut durchs Leben gekommen. Sie versucht zu lernen, bei sich zu bleiben und das Leben, dort wo sie gerade ist, zu genießen. Sandra Pires war zwar nie ein großer Musicalfan, doch mit "Sound of Music" ist sie aufgewachsen. Daher war ihre Freude umso größer, als sie die Rolle der Maria von Trapp singen durfte. Sie selbst gibt Gesangsunterricht, um ihren Schülerinnen und Schülern dieses wunderschöne Gefühl der Musik zurückzugeben.

Über ihr Privatleben sagt sie selber, dass sie eigentlich keine alleinerziehende Mutter ist. Gemeinsam mit ihrem geschiedenen Mann teilt sie sich die Erziehung ihrer Tochter Lea auf. Er ist ein wunderbarer Vater und die Schwiegereltern sind die besten auf der Welt. Dadurch lassen sich Beruf und Kind gut vereinbaren. Pires versucht, mit viel Liebe und Geduld zu erziehen. Ihre Tochter wollte auch schon immer Sängerin werden. Als sie mit Lea schwanger war, hat sie "Songs für Lea" aufgenommen. Sie wollte ihrer Tochter Musikalität schenken. Lea ist ihr großes Glück.

Aktuell nimmt die vielseitige Sängerin eine CD auf - ihre erste in Deutsch. Deutsch ist nach ihrer Ansicht eine wunderschöne Sprache mit viel Tiefe. Nach 20 Jahren möchte Sandra Pires mit dieser Aufnahme etwas an Österreich zurückgeben.

"Das neue Musiktheater - Ein Solitär für Linz" (9.35 Uhr)

Es gilt als das modernste Theater Europas: das neue Linzer Musiktheater, das am 11. April eröffnet wird. Eine fast 30-jährige Entwicklungsgeschichte geht diesem Tag voraus, gesäumt von politischem Hickhack und der langwierigen Suche nach einem geeigneten Standort. Am Volksgarten wurde er schließlich gefunden, 150 Millionen Euro wurden in den vergangenen Jahren in das Haus mit modernster Bühnentechnik und ausgefeilter Akustik investiert. Entstanden ist ein markanter Solitär in Stein - nach dem neuen Südflügel für das Linzer Schlossmuseum, dem Ars Electronica Center oder dem Kunstmuseum Lentos setzt das neue Musiktheater einen weiteren Akzent in der kulturellen Stadtlandschaft.

Die Dokumentation von Elisabeth Buchmann führt durch das vielseitig nutzbare Gebäude, in dem Chefdirigent Dennis Russell Davies nun unter besten Bedingungen seine künstlerischen Visionen für Linz umsetzen kann. Manager wie Alexander Pereira und Musiker wie Nikolaus Harnoncourt und Kammersänger Kurt Rydl, der als junger Sänger in Linz begonnen hat und nun im Linzer "Rosenkavalier" den Ochs geben wird, haben die Baugeschichte mitverfolgt und beleuchten aus ihrer Sicht Aufgaben und Stellenwert der wichtigen neuen Bühne zwischen Wien und Salzburg.

"Montserrat Caballé - Ein Star feiert" (10.00 Uhr)

Montserrat Caballé ist eine der ganz großen Diven der internationalen Opernwelt und schon zu Lebzeiten eine Legende. Caballé begeisterte nicht nur durch ihre herausragende Stimme, sondern auch mit ihrer phänomenalen Ausstrahlung und ihrem Charisma, mit dem sie ihr Publikum immer noch in den Bann zieht. Auch abseits der Opernbühne feierte der Weltstar Erfolge: So bleibt der gemeinsame Song mit Freddie Mercury zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Barcelona 1992 unvergessen. 2007 kehrte die beliebte Sängerin in "La fille du régiment" ("Die Regimentstochter") nach langer Zeit auf die Bühne der Wiener Staatsoper zurück. Anlässlich ihres 80. Geburtstages am 12. April erinnert der ORF in einem von Karina Fibich gestalteten Porträt an diesen Triumph und an weitere Highlights dieser bemerkenswerten Karriere.

"Wo die Kunst wohnt - Cap des Moro" (10.25 Uhr)

In den 80er Jahren galt der österreichische Maler Peter Marquant als Shootingstar unter den jungen Wilden. Der Schüler von Wolfgang Hollegha und Josef Mikl fand seine neue Heimat auf Mallorca. In der heutigen Folge der Architekturreihe "Wo die Kunst wohnt" wird gezeigt, was dabei herauskommt, wenn ein Maler nicht zum Pinsel, sondern zu Lineal und Zeichenstift greift. Ein Kunstmäzen ermöglichte Marquant, seinen Traum vom selbst entworfenen Haus Wirklichkeit werden zu lassen. In der Nähe von Santanyi entstand ein stimmungsvolles Künstlerdomizil, das man auch als Ferienhaus mieten kann.

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