"Lehrerausbildung NEU" ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur idealen Schule

Mit Aufnahmetests wurde langjährige Schülerunions-Forderung erfüllt

Wien (OTS) - "Der Lehrer hat einen enormen Anteil daran, was im Klassenraum passiert und welche Lernerfolge der Schüler erlebt. Er hat die Chance, einen jungen Menschen für dessen weiteren Lebensweg die Richtung zu weisen. Es freut uns, dass mit der Lehrerausbildung NEU ein entscheidender Schritt gesetzt wurde. Dieser Schritt macht es möglich, dass in jedem Klassenraum der beste Lehrer für den jeweiligen Schultyp steht!", so Bundesobmann Daniel Perschy einleitend.

Mit der Möglichkeit für Unis und PHs Aufnahmetests durchzuführen, wird eine langjährige Forderung der Schülerunion nun umgesetzt. "Lehramt darf kein Ausweich-Studium für Studenten sein, die nicht wissen was sie eigentlich beruflich machen möchten. Durch Aufnahmetests ist gewährleistet, dass junge Menschen nur dann Lehrer werden, wenn sie dies auch wirklich wollen. Nun sind die Universitäten angehalten, eine Methode zu finden, mit denen nicht nur die fachliche, sondern auch die soziale Kompetenz eines Lehramtanwärters getestet werden kann", stellt Perschy klar. "Qualität muss im Aufnahmeverfahren vor Quantität stehen. Wer gewisse Anforderungen nicht erfüllt, darf keine Chance haben Lehrer zu werden. Wie viele Studierende aufgenommen werden, soll sich nicht nach den vorhandenen Plätzen richten, sondern nur nach inhaltlichen Kriterien. Freie Plätze sollen nicht durch unqualifizierte Bewerber aufgefüllt werden."

Zu kurz gekommen ist der inhaltliche Input von Seiten des BMUKK. "Für zahlreiche organisatorische Fragen ist eine gute Lösung gefunden worden. Inhaltliche Neuerungs-Vorschläge durch Ministerin Schmied finden sich in dem Konzept jedoch keine", hebt Perschy hervor. "Von Seiten der Schülerunion gibt es den Vorschlag, einen Pool aus inhaltlichen Wegweisern zu erstellen, der auf die aktuellen Herausforderungen des Lehrberufs eingeht und von den Unis und PHs in die Ausbildung eingebunden werden muss. Momentan wären zum Beispiel der Umgang mit neuen Medien, Social Media und Cybermobbing ein mögliches Thema. Ebenso Themen wie Rhetorik, Kommunikationstechnologien und Konfliktmanagement."

Die Schülerunion ist die größte Interessensvertretungsorganisation für Österreichs Schüler. Über 30000 Mitglieder vernetzen sich, um sich auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene für eine Verbesserung der Schule auf Basis der Schülerinteressen einzusetzen. Entsprechende Forderungen bringt die Schülerunion zusätzlich im Rahmen der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie in diesem Schuljahr 27 von 29 Mandaten hält.

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