Junge Industrie zu Schmied/Töchterle: Auch frühkindliche Bildung braucht tertiäre Ausbildung

JI-Vorsitzende Niss: "Föderalismus-Wahnsinn" beenden - Bessere Ausbildung für Pädagoginnen und Pädagogen, kleinere Gruppen, flexiblere Öffnungszeiten

Wien (OTS) - Grundsätzlich begrüßte die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss, die heute, Mittwoch, bekanntgegebene Einigung zwischen Bildungsministerin Claudia Schmied und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle auf eine neue Pädagogenausbildung: "Jeder noch so kleine bildungspolitische Schritt vorwärts ist in Österreich wichtig. Aber leider wurde wieder einmal die erste, fundamentale Bildungsinstitution zu wenig berücksichtigt:
Auch in Hort, Kindergarten und Vorschule geht es nicht um reine Betreuung sondern auch um Bildung. Die betroffenen Pädagoginnen und Pädagogen wurden einmal mehr zu wenig beachtet". Dabei sei inzwischen innerhalb der EU eine verpflichtende tertiäre Ausbildung für Pädagoginnen und Pädagogen im Bereich der frühkindlichen Bildung Standard: "Es ist traurig, dass wir hier den Anschluss an den Rest Europas verpasst haben", so Niss. "Inakzeptabel" sei zudem, dass der "Föderalismus-Wahnsinn" im Kindergartenbereich weiter bestehen bleibe, wie die JI-Vorsitzende betonte: "Es ist unfair und unverständlich, dass in Österreich die Qualität frühkindlicher Bildung vom Wohnort abhängig ist." Der Bund müsse hier daher zumindest eine Rahmenkompetenz erhalten, es dürften nicht mehr nur die Bundesländer für die frühkindlichen Bildungseinrichtungen zuständig sein.

In Österreich müsste rasch für eine bessere Ausbildung - und damit auch eine leistungsgerechtere Bezahlung - der Pädagoginnen und Pädagogen gesorgt werden. Mehr Flexibilität brauche es zudem bei den Öffnungszeiten, dies sei "alleine für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf" notwendig, so Niss, die daher forderte: "Die Öffnungszeiten von Hort und Kindergarten sollten sich nach den Arbeitszeiten richten und nicht umgekehrt." Die JI hatte bereits Ende 2011 gemeinsam mit dem Dachverband der Berufsgruppen der Kindergarten- und HortpädagogInnen (ÖDKH) einen Forderungskatalog für grundlegende Reformen im Bereich der frühkindlichen Bildung vorgelegt. Alle Infos unter: http://www.jungeindustrie.at/b222

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