Industrie bei Energieeffizienz bereits vorbildlich

IV-Vize-GS-Koren: Gesetzliches Verpflichtungssystem belastet Industriestandort - Verbesserte Anerkennung der Vorleistungen - Nachbesserungsbedarf bei Verkehr und Raumwärme

Wien (OTS/PdI) - "Die österreichische Industrie gehört zu den energieeffizientesten der Welt und bekennt sich zu einem effizienten Energieeinsatz. Statt des im Gesetz vorgesehenen Verpflichtungssystems für Unternehmen und den damit verbundenen Kosten plädiert die IV einmal mehr für Incentives und unternehmerische Freiheit zur Verbesserung des betrieblichen Energiemanagementsystems", so der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Peter Koren, anlässlich der heute, Mittwoch, beschlossenen Regierungsvorlage des Energieeffizienzgesetzes.

"Die energieintensive Industrie wird bereits durch den internationalen Kostendruck und den ETS-Handel zum Energiesparen gezwungen. Gleichzeitig übersteigen die politischen Energiekosten und Abgaben vieler Unternehmen aus den energieintensiven Branchen bereits die Lohnkosten. Können die im Energieeffizienzgesetz geforderten Einsparungen nicht realisiert werden, drohen den Lieferanten und Unternehmen zusätzlich Ausgleichszahlungen von bis zu 275 Mio. Euro jährlich. Darüber hinaus müssen die Aufwendungen für die Vollzugsbehörden und der neu einzurichtenden Monitoringstelle beglichen werden. Durch das Energieeffizienzgesetz dürfen die Kosten und bürokratischen Hürden den tatsächlichen Nutzen für die Unternehmen nicht übersteigen", betonte der IV-Vize-Generalsekretär.

"Erfreulich ist, dass gegenüber dem Begutachtungsentwurf die erbrachten Vorleistungen von Unternehmen besser berücksichtigt werden. Für Unternehmen, die nachweislich ihre wirtschaftlich darstellbaren Einsparpotenziale ausgeschöpft haben, verringert sich die individuelle Zielerreichung", so Koren. Auch die im Jahr 2013 getätigten Effizienzmaßnahmen werden nunmehr, wie von der IV gefordert, anerkannt.

Nachbesserungsbedarf sieht die IV in den Bereichen Verkehr und Raumwärme, die nur unzureichend vom Gesetzesentwurf erfasst sind. Auch die Wiederaufnahme von Betriebsförderungen für bereits bestehende KWK-Altanlagen auf Kosten der Industrieunternehmen sieht die IV kritisch. Sinnvoller sei hier die vorgesehene Sicherstellung der Investitionsförderungen für hocheffiziente Neuanlagen.

"Österreichs Industrie schafft Arbeitsplätze und Wohlstand. Wenn wir wollen, dass dies so bleibt, dürfen österreichische Unternehmen nicht zusätzlich mit Kosten belastet werden. Dadurch erreichen wir lediglich eine Abwanderung in andere, kostengünstigere Standorte, wo obendrein mit niedrigeren Umweltstandards produziert wird. Vielmehr muss Österreichs Standortattraktivität, auch für mögliche zuwandernde Unternehmen, verbessert werden", forderte der Vize-Generalsekretär.

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