"Am Schauplatz Gericht"-Reportage am 4. April: "Ärger auf Rädern"

Wien (OTS) - Kratzer am Autolack, defekte Straßensperren, ungerechte Verkehrsstrafen und ein Drama rund um einen entführten Gebrauchtwagen stehen am Donnerstag, dem 4. April 2013, um 21.05 Uhr in ORF 2 im Mittelpunkt der "Am Schauplatz Gericht"-Ausgabe "Ärger auf Rädern". Das Redaktionsteam hat sich ganz unterschiedliche Fälle zum Thema "Auto" näher angesehen, die Gerichte seit Jahren beschäftigen:

Um ein angebliches "Kidnapping" geht es im ersten Fall. Ein Auto wurde wiederholt hin und her entführt. Herr und Frau S. aus dem kärntnerischen Schiefling am See hatten um 16.000 Euro einen gebrauchten VW Passat gekauft. Leider stellte sich heraus, dass die Elektrik oft "spinnt", und deshalb wollten die beiden die Finanzierungsunterlagen nicht unterschreiben. Das heißt, der Autohändler, der in Linz wohnt, bekam sein Geld nicht. Er löste das Problem recht eigenwillig: Er hatte noch einen Autoschlüssel und drang in die Garage ein. Dann fuhr er mit dem Auto nach Linz und stellte es auf öffentlichem Grund ab. Leider ohne Nummerntafel - das blieb der örtlichen Polizei nicht verborgen. Familie S. bekam eine Strafanzeige und erfuhr, wo der Wagen steht. Die Kärntner reisten umgehend nach Linz und holten den ihrer Meinung nach entführten Passat heim nach Kärnten. Jetzt hat der Händler geklagt. Das Landesgericht Klagenfurt soll klären, wem das Auto tatsächlich gehört.

Herr B. brachte seine behinderte Stieftochter mit seinem nagelneuen Ford Focus ins Pflegeheim. Die Einfahrt ist mit einer versenkbaren Sperre gesichert, einem sogenannten Poller. Als er über die Sperre fuhr, hörte er ein hässliches Geräusch: Der Poller bohrte sich in den Unterboden seines Wagens. Herr B. sagt, er hätte nichts falsch gemacht. Er meint, dass eine Fehlfunktion des Pollers vorliegt und will den Schaden ersetzt bekommen. Er ist mit dem Problem nicht allein: Er fand heraus, dass genau an derselben Stelle zwei andere Autofahrer von der ausfahrenden Sperre unsanft hochgehoben wurden. Der Betreiber der Anlage will aber in keinem der Fälle Schadenersatz zahlen. Die Fahrer seien selber schuld und wenn nicht, möge man sich doch an die Firma wenden, die die Poller herstellt. Ein langer, komplizierter Rechtsstreit war die Folge.

Frau Z. aus Judendorf traut sich nicht mehr vor ihrem Haus zu parken. Immer wieder wird ihr Auto von Unbekannten zerkratzt. Auch Freunde, die sie besuchen, wundern sich über Lackschäden an ihren Autos. Könnte es sein, dass diese gezielten Attacken etwas mit einem Streit mit den Ex-Schwiegereltern zu tun haben? Denn Frau Z. wohnt nach ihrer Scheidung noch immer im Haus der Eltern ihres früheren Mannes. Sie hat dort ein sehr günstiges Wohnrecht und das ist den früheren "Spitzen-Schwiegereltern", wie Frau Z. sie nennt, gar nicht recht. Die waren bei der Scheidungsverhandlung des Sohnes Zuhörer und haben unvorsichtigerweise einen Zettel unterschrieben, auf dem steht, dass sie Frau Z. nicht mehr loswerden können, wenn sie nicht freiwillig auszieht. Die beiden sagen, niemand habe ihnen die Rechtsfolgen dieser Unterschrift ordentlich erklärt. Eine Ablöse wollen sie aber nicht zahlen. Man redet kaum mehr miteinander, außer bei Gerichtsverhandlungen. Da geht es um die Lackschäden, um eine mutwillig verdunkelte Dachterrasse und um Mist aus dem Kaninchenstall.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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