Maklerprovisionsdiskussion gefährdet Interessen und Sicherheit der Mieterinnen und Mieter

Aktuelle Provisionsteilung bringt Sicherheit für die Mieter - Forderung nach Ausweitung des Aufgabenbereiches auf nicht private Bereiche

Wien (OTS) - Entgegen diverser Wortmeldungen in der aktuellen politischen und medialen Diskussion zum Thema "Maklerprovision" werden bereits jetzt ein Großteil der Vermittlungsgeschäfte durch Doppelmakler durchgeführt und die Maklerprovision auf Vermieter und Mieter aufgeteilt. Eine einseitige Verschiebung der Kosten auf die Vermieterseite würde eine wesentliche Verschlechterung der Mieterposition mit sich bringen.

Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe der Wiener Immobilientreuhänder: "Maklerprovisionen sind eine Gebühr für die Leistungen des Maklers gegenüber Vermieter und Mieter sowie die Rechtssicherheit, die ein Mieter erhält, wenn er einen Mietanbot beim Makler unterzeichnet. Eine Überwälzung der Provision komplett auf den Vermieter würde dazu führen, dass viele Immobilien ohne Makler vermietet werden würden und die Haftungsansprüche bzw. die Rechtssicherheit der Mieter auf der Strecke bleiben, denn nur Makler haben die umfangreichen gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Eine solche Forderung ist daher keineswegs im Sinne des Mieterschutzes und gefährdet einen ganzen Berufsstand massiv!"

Der Mieter erhält vom Makler eine Angebotsübersicht und Vorauswahl im Internet, Einzelbesichtigungstermine, eine ausführliche Beschreibung der Immobilie mit allen entscheidungsrelevanten Punkten, die Erstellung eines Mietangebotes, die Begleitung beim Mietvertrag, die Wohnungsübergabe, eine Aufklärung nach Konsumentenschutzgesetz § 30b, die Übergabe des Energieausweises, Elektrobefunde etc.. Pisecky:
"Wer behauptet, dass Makler nur für den Vermieter tätig werden, kennt sich in der Immobilienvermittlung nicht aus!"

Zusätzlich würden viele Wohnungen nicht mehr offiziell vermittelt, sondern Freunden, Verwandten und Bekannten angeboten werden. So würden tausende Wohnungen niemals den Markt erreichen und das Angebot für Wohnungssuchende ohne Beziehungen weiter verknappen. Eine Preissteigerung für die restlichen Wohnungen am Markt wäre die Folge.

Pisecky abschließend: "Makler sind im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes verpflichtet, Interessenten umfangreich über die jeweilige Immobilie zu informieren. Dies hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt. Damit nicht nur Mieter im privaten Bereich diese Leistungen in Anspruch nehmen können, muss mittelfristig das Aufgabengebiet des Maklers auch auf nicht private Bereiche erweitert werden!"

Rückfragen & Kontakt:

Michael Pisecky
Obmann Immobilien- und Vermögenstreuhänder Fachgruppe Wien
Tel.: 01 514 50 3762
Email: michael.pisecky@sreal.at

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