GPA-djp Online-Petition für bessere Arbeitsbedingungen in der Erwachsenenbildung

Lebenslanges Lernen muss allen etwas Wert sein - Kollektivvertragsverhandlungen werden heute fortgesetzt

Wien (OTS/ÖGB) - "Wir fordern eine angemessene Anrechnung von Vordienstzeiten, die Bezahlung von Vor- und Nachbereitungszeiten und eine solide Erhöhung der Honorare und Gehälter. Es ist mehr als ungerecht, dass in diesem Bereich, der vorwiegend von der öffentlichen Hand finanziert wird, so viele Nachholbedarf besteht", erklärt Senad Lacevic, Betriebsrat bei den Wiener Volkhochschulen und Vorsitzender der GPA-djp Interessengemeinschaft für Bildung und Beratung work@education, vor den heutigen Kollektivvertragsverhandlungen für die Beschäftigten in der Erwachsenenbildung (BABE-KV). ++++

Um den Unmut der TrainerInnen und auch von SchulungsteilnehmerInnen deutlich sichtbar zu machen, startete die GPA-djp Interessengemeinschaft work@education gleichzeitig mit den Kollektivvertragsverhandlungen eine Petition, die innerhalb weniger Wochen von mehr als 1.500 UnterstützerInnen unterzeichnet wurde. Unter www.gpa-djp.at/education kann die Petition weiterhin unterschrieben werden.

Bei der Anrechnung der Vordienstzeiten sind die Beschäftigten in der Erwachsenenbildung gegenüber anderen Bereichen besonders stark im Nachteil. Derzeit werden laut Kollektivvertrag für private Bildungseinrichtungen (BABE-KV) maximal vier Jahre angerechnet. In anderen Bildungseinrichtungen wie Forschungsinstituten oder Universitäten gibt es deutlich bessere Regelungen.

"Laut einer Befragung von Beschäftigten und BetriebsrätInnen aus dem vergangenen Jahr sind mehr als die Hälfte der TrainerInnen über 45 Jahre alt. Viele von ihnen sind weit mehr als vier Jahre in diesem Job. Sie werden sehr häufig auf Projektbasis angestellt und wechseln damit gezwungenermaßen sehr oft den Arbeitgeber. Daher kann es vorkommen, dass TrainerInnen ein ganzes Berufsleben lang in verschiedenen Projekten arbeiten, die überwiegend vom AMS finanziert werden und dabei immer in derselben Gehaltseinstufung bleiben. Das ist schlicht ungerecht. Zumal andererseits ständig neue Weiterbildungen, Zertifikate usw. gefordert werden", erklärt Florentina Plesu, Trainerin und Vertreterin der GPA-djp Interessengemeinschaft work@education.

Die Qualität der Kurse in der Erwachsenenbildung hängt maßgeblich von der Vorbereitung durch die TrainerInnen ab. Es ist also im Interesse der SchulungsteilnehmerInnen und der Arbeitgeber, dass diese Zeit auch angemessen bezahlt wird. Derzeit werden Vor- und Nachbereitungszeiten allerdings nur in wenigen Betrieben bezahlt. "Die Arbeitgeber reden sich da auf den steigenden Kostendruck des Markts aus. Wenn es zu wenig Geld gibt, müssen die Arbeitgeber aber den Druck auf die öffentliche Hand und nicht auf die Beschäftigten erhöhen", fordert Karl Proyer, stv. Geschäftsführer der GPA-djp.

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