Hetzkarikatur: Kommunikationsforscher Prof. Gottschlich spricht von doppeltem Skandal

Experte betont Gefährlichkeit sublimer Formen des Antisemitismus

Wien (OTS) - Nach dem Politikwissenschaftler Prof. Anton Pelinka und dem Historiker Alexander Joskowicz, übt nun auch der Kommunikations-und Antisemitismusforscher Prof. Maximilian Gottschlich in einem Schreiben an SOS Mitmensch heftige Kritik an der Einstellung des Verhetzungssverfahrens gegen FPÖ-Obmann Strache "Die von Strache verbreitete Karikatur bedient ganz klar das antisemitische Stereotyp des "geldgierigen Juden" und lässt sich dem "ökonomischen Antisemitismus" zuordnen", so Prof. Gottschlich: "Die Erklärung der Justizministerin ist ein doppelter Skandal: Einmal, weil der Begriff der "Regierungskritik" nichts über die mögliche antisemitische Symbolik aussagt, über die sich diese Kritik - wenn es denn überhaupt eine ist - manifestiert. Zum anderen, weil der Tatbestand des Schürens antisemitischer Vorurteile nicht erst dann gegeben ist, wenn eindeutig gegen "die Gesamtheit der jüdischen Bevölkerung" gehetzt wird. Um von Antisemitismus zu sprechen bedarf es nicht erst der offensiven "Hetze", gerade die sublimen Formen antijüdischer Ressentiments sind die gefährlichsten."

SOS Mitmensch fordert die nochmalige Überprüfung des Falles durch die Justiz unter Einholung externer Fachgutachten.

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