LK Wien und FH Campus Wien: Green Care Kooperation zeigt erste Erfolge

Masterarbeiten an der Schnittstelle von Sozialarbeit und Landwirtschaft

Wien (OTS) - Im Rahmen des innovativen Projekts Green Care startete die Landwirtschaftskammer Wien im Februar 2012 eine wissenschaftliche Kooperation mit der FH Campus Wien. Ziel war es, die wirtschaftlichen Aspekte dieses landwirtschaftlich-sozialen Projekts im Zuge mehrerer Masterarbeiten zu untersuchen.
Green Care erweitert die herkömmliche Produktpalette der landwirtschaftlichen Betriebe um pädagogische, therapeutische und pflegerische Produkte sowie um Projekte im Bereich Sozialer Arbeit wie etwa Betreutes Wohnen, Arbeitsintegration oder Kindergarten am Bauernhof. Die Landwirtschaft leistet damit einen Beitrag zur Bildung und Gesundheit der Stadtbevölkerung.

Bereits drei Studierende des Europäischen Joint Degree Masterstudiums "Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit" an der FH Campus Wien verfassten ihre Masterarbeiten zu Green Care Themen. Der Fokus der Arbeiten liegt auf der Untersuchung wirtschaftlicher Gesichtspunkte. Ein fiktiver Businessplan, der Umsetzungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen aufzeigt, ist jeweils wichtiger Bestandteil.

"Green Care schafft eine Win-Win Situation für alle Beteiligten" berichtet der Betreuer der Masterarbeiten, Nikolai Haring von der FH Campus Wien. "Einerseits stellt das Projekt eine neue Einkommensmöglichkeit für Landwirtinnen und Landwirte dar, andererseits kann es eine Entlastung für das Gesundheits- und Sozialsystem sein. Außerdem ist Green Care ein innovatives Geschäftsfeld für den sozialen Bereich. Um Green Care qualitativ und nachhaltig umsetzen zu können gilt es, rechtzeitig die richtigen Rahmenbedingungen auf allen Ebenen zu schaffen", fordert Haring.

Studierende untersuchten wirtschaftliche Gesichtspunkte von Green Care

Die Ergebnisse der Arbeiten können sich sehen lassen: Karl Pichler erstellte ein Konzept zur dauerhaften stationären Betreuung von Kindern und Jugendlichen der Jugendwohlfahrt unter Berücksichtigung des Einsatzes agrarischer Elemente im Bereich Therapie, Pädagogik und Soziale Arbeit. Brigitte Spittau widmete sich im Rahmen ihrer Arbeit einer Fallstudie zu Rahmenbedingungen für ein Green Care Tageszentrum, ein zeitgemäßes und kostengünstiges Betreuungsangebot für ältere betreuungs- und pflegebedürftige Menschen in landwirtschaftlichen Betrieben in Wien. Elisabeth Berger befasste sich mit dem Green Care Angebot einer tagesstrukturierenden Beschäftigung in einem Gartenbaubetrieb für Menschen mit Behinderung, die den Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes nicht gewachsen sind.

"Es ist schön zu sehen, dass bereits nach einem Jahr Projektlaufzeit nicht nur die Landwirtinnen und Landwirte, sondern auch der soziale Bereich großes Interesse an Green Care bekundet", zeigt sich Robert Fitzthum, Kammerdirektor der LK Wien erfreut. "Landwirtschaft und Soziales wachsen künftig zusammen - eine noch engere Zusammenarbeit und Kooperation zwischen diesen beiden Bereichen wird künftig unerlässlich sein, um Green Care erfolgreich in Österreich verankern zu können".

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