"Report" am 2. April: Teure Gesundheit, undurchschaubare Geschäfte, Sorge durch Vorsorge und Belegspitäler mit Risiko

Wien (OTS) - Susanne Schnabl präsentiert im "Report" am Dienstag, dem 2. April 2013, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Teure Gesundheit

Österreichs Gesundheitssystem erbringt Spitzenleistungen zu Spitzenkosten. Erstmals versuchen Bund, Länder und Sozialversicherungsträger durch ein komplexes Regelwerk, optimale Versorgung gemeinsam zu planen und den Anstieg der Kosten zu kontrollieren. Die Gesetzesvorlagen liegen derzeit im Parlament, konkrete Leistungsvereinbarungen müssten bis zum Herbst ausgehandelt sein, damit alles ab 2014 in Kraft treten kann. Die Bewährungsprobe in der Praxis steht noch bevor, die Bevölkerung reagiert besonders besorgt auf Veränderungen bei Spitälern, und Experten warnen, dass der Kompetenzwirrwarr noch schlimmer werden könnte. Ein Bericht von Robert Wiesner.

Undurchschaubare Geschäfte

Seit 1. Jänner 2013 gelten in Österreich strenge Antikorruptionsbestimmungen - auch für den Großteil des Gesundheitspersonals. Sind die Verflechtungen zwischen Pharma-Branche, Medizinprodukt-Industrie und Medizin dadurch transparenter geworden? Nein, kritisiert Transparency International und fordert strengere Gesetze und mehr Transparenz. Vor allem Ärzte sollen ihre Nebenjobs und auch Anteile, die sie an Firmen halten, endlich offenlegen. Susanne Schnabl auf den Spuren von vor allem für die Patientinnen und Patienten undurchschaubaren Medizin-Geschäften.

Sorge durch Vorsorge

Wie sicher sind Vorsorgeuntersuchungen und Mammografie? Wissenschaftliche Studien zeigen, dass bei rund 30 Prozent der Frauen mit einer Brustkrebs-Diagnose der durch Mammografie entdeckte Krebs nie als Krankheit bedeutsam geworden wäre, also ein Ergebnis von Überdiagnose ist. Auch die Tests zur Erkennung von Gebärmutterhalskrebs weisen eine große Fehlerquote auf. Qualitätssicherung bei diesen Methoden würde zu genaueren Ergebnissen führen, ist in Österreich aber nicht verpflichtend. Ein Bericht von Kurt Langbein.

Belegspitäler mit Risiko

Privatspitäler bieten zwar Komfort, aber nicht immer Sicherheit. Patientenanwälte kritisieren die mangelnde Transparenz bei personellen und technischen Voraussetzungen der Belegspitäler. Immer wieder kommt es zu lebensgefährlichen Situationen, weil die Belegärzte nicht ständig in den Kliniken anwesend sind. Kurt Langbein berichtet über konkrete Fälle und ihre Komplikationen in Belegspitälern.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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