Schultes: Wir lassen unsere Geflügelbauern auch nach Ostern nicht im Stich

Gesundheitsminister Stöger muss endlich handeln

St. Pölten (OTS) - Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich unterstützt mit aller Vehemenz die Anliegen der niederösterreichischen Geflügelbranche. Am Rande der Vollversammlung der LK NÖ überbrachten Franz Schrall (Obmann des NÖ Geflügelwirtschaftsverbandes und Obmann der Zentralen Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Geflügelwirtschaft - ZAG) und Robert Wieser (Geflügelmastgenossenschaftsobmann - GGÖ) österliche Schmankerln vom Ei bis zum Putenschinken. "Natürlich ist zu Ostern die Aufmerksamkeit für Geflügelprodukte insgesamt besonders groß. Angesichts der Kennzeichnungsskandale und der schwierigen Marktsituation unserer Geflügelbauern wegen Billigimporten aus dem Ausland, hat dieses Osterfest auch eine hohe politische Bedeutung. Ich hoffe, dass Medien und Konsumenten unsere Geflügelbauern auch nach Ostern im Kampf um faire Rahmenbedingungen unterstützen", appelliert LK-Präsident Hermann Schultes an die Bevölkerung und zuständigen Stellen.

"Bundesminister Alois Stöger hat es in der Hand, hier die notwendigen Akzente zu setzen, damit alle Österreicherinnen und Österreicher auch künftig die höchste Geflügel-Qualität aus Österreich konsumieren und dabei gleichzeitig besser unterscheiden können, was deutlich unter unseren hohen Qualitätsstandards liegt."

Geflügelmastbetriebe endlich von enormen Marktdruck befreien

"Eingriffe am Markt durch strengere gesetzliche Anforderungen an die heimischen Geflügelmastbetriebe, als für den Rest Europas, bewirken ein Abwandern der Produktion in andere Länder. Zudem ist eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung nicht gegeben, was diesen Wettbewerbsnachteil zusätzlich verschärft. Die LK NÖ fordert daher bereits zum wiederholten Male die Schaffung von gleichen Wettbewerbsbedingungen mit etwa den deutschen oder italienischen Mitbewerbern - speziell bei den Tierhaltungsvorschriften im Geflügelmastbereich, aber auch bei der Durchsetzung des Käfigverbotes bei Legehennen in ganz Europa", erklärt Schultes.

Bei Geflügel oder Ei ist Qualität nicht einerlei -Täuschungssiegel verbieten

"Ein Lösungsansatz zur besseren Kennzeichnung und Transparenz liegt in der Forcierung des AMA-Gütesiegels. Eine Unterwanderung durch wenig aussagekräftige Gütezeichen oder solche die diesen Namen nicht verdienen und vielmehr Täuschungssiegel sind, muss im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel unbedingt verhindert werden", fordert der Präsident.

"Außerdem müssen endlich verbindliche rechtliche Grundlagen für eine verpflichtende Auslobung der Herkunft und Haltungsform bei den in Gastronomie und Handel verwendeten Geflügelfleischprodukten und Eiern - speziell auch in verarbeiteten Produkten - geschaffen werden", so Schultes und weiter, "die LK NÖ fordert darüber hinaus gemeinsam mit dem NÖ Geflügelwirtschaftsverband vom Konsumentenschutzministerium die Erstellung und Veröffentlichung eines jährlichen Berichts über die Vollziehung des Verbots der Irreführung und Täuschung im Bereich der Lebensmittelherkunft." (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Für fachliche Informationen wenden Sie sich bitte an
DI Oliver Bernhauser, Geflügelproduktionsberatung
Tel.: 05 0259 23404, E-Mail: oliver.bernhauser@lk-noe.at

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an
DI Bernadette Laister, Pressesprecherin Landwirtschaftskammer Niederösterreich
Tel.: 05 0259 29307, Mobil: 0664/60 259 29307, E-Mail: bernadette.laister@lk-noe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0001