Ein Reha-Zentrum für Kinder und Jugendliche

Im neuen Vinzenz magazin wird eine Initiative zur Behebung des Reha-Betten-Mangels vorgestellt.

Wien (OTS) - In Österreich besteht ein Bedarf von rund 350 Rehabilitationsbetten für Kinder und Jugendliche. Die Vinzenz Gruppe will deshalb neben dem Orthopädischen Spital Speising eine Reha-Einrichtung für 100 Kinder sowie 70 Begleitpersonen schaffen, berichtet das neue Vinzenz magazin. +++

Nach Behandlung schwerer Erkrankungen, bei denen es oft um ihr Leben geht, aber auch bei angeborenen Behinderungen werden Kinder und Jugendliche nur allzu oft im Regen stehen gelassen: Für die in vielen Fällen dringend notwendige Rehabilitation junger Patienten existieren in Österreich nämlich derzeit nur knapp 60 Betten. Knapp 350 Rehabilitationsbetten würden österreichweit allerdings benötigt werden, so das Ergebnis im aktuellen Rehabilitationsplan der Gesundheit Österreich GmbH. Besonders benachteiligt ist der Osten des Landes, wo es kein einziges entsprechendes Reha-Bett gibt und Kinder bei bestimmten Erkrankungen sogar nach Deutschland ausweichen müssen.

Die Vinzenz Gruppe, die Krankenhäuser, Pflegehäuser sowie Einrichtungen für Rehabilitation und Kur führt, will dieses Problem jetzt lösen: Sie plant die Errichtung einer Reha-Einrichtung für 100 Kinder sowie 70 Begleitpersonen in Wien-Speising. In der neuesten Ausgabe des Vinzenz magazins wird dieses Projekt detailliert vorgestellt. Der Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe, Dr. Michael Heinisch, erläutert, dass mit dieser Sonderkrankenanstalt am Standort Speising eine bedarfsorientierte und notwendige Ergänzung in der Versorgungsregion Ost für Kinder und Jugendliche entstehen kann.

"Kinder- und Jugendmedizin zählen seit jeher zu den Schwerpunkten in der Vinzenz Gruppe", erklärt Heinisch. So ist die Speisinger Abteilung für Orthopädie des Kindes- und Jugendalters neben einer ähnlichen Einrichtung in Graz die einzige Abteilung dieser Art in Österreich. Sie gilt als eine der führenden kinderorthopädischen Kliniken. Das ebenfalls zur Vinzenz Gruppe gehörende Linzer Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern verfügt über eine der größten kinderurologischen Abteilungen. Sie ist auch eines der wenigen europäischen Ausbildungszentren für Kinderurologen. Auch im nahe gelegenen Wiener St. Josef Krankenhaus wird zurzeit eine Kinderabteilung mit Schwerpunkt Kardiologie samt angeschlossener Neonatologie aufgebaut. Und im Wiener Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern befindet sich eine der wenigen psychosomatischen Ambulanzen für Jugendliche. Heinisch: "Es ist nahe liegend, unsere große kindermedizinische Kompetenz auch für die Kinderrehabilitation zu nutzen."

Die hohe Zahl an Betten für Begleitpersonen sei deshalb notwendig, "weil es gerade für Kinder wichtig ist, dass sie während der Rehabilitation nicht von ihren Eltern getrennt werden und gemeinsam wieder zu Kräften kommen", erläutert Heinisch weiter. Markus Wieser, Gründer der Initiative Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation und als Vater einer an Leukämie erkrankten Tochter selbst Betroffener, bestätigt das: "Wir wünschen uns für unsere Kinder und Jugendlichen eine wirklich spezielle und umfassende Betreuung, denn ihre Rehabilitation unterscheidet sich grundlegend von der im Erwachsenenbereich."

Die Pläne für das Vorhaben Kinder-Reha der Vinzenz Gruppe sind komplett ausgearbeitet und das Projekt wurde bereits bei der zuständigen Magistratsabteilung eingereicht. Die Vinzenz Gruppe übernimmt außerdem die Investitionsfinanzierung. Um das Projekt endgültig auf Schiene zu bringen und das dringend notwendige Reha-Zentrum zu realisieren müssen die Standortentscheidung offiziell bestätigt und noch die laufende Finanzierung mit dem Hauptverband und der Stadt Wien geklärt werden.

Ein weiteres heißes Thema des neuen Vinzenz magazins heißt Darmkrebs. Die Vinzenz Gruppe unterhält drei Darm-Gesundheitsszentren. Im Krankhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien arbeitet außerdem ein Expertenteam aus Internisten, Gastroenterologen, Radiologen, Chirurgen, Diätologinnen, Psychologen und hoch spezialisierten Pflegekräften eng zusammen. Ziel dieser Einrichtungen ist es, dem Patienten durch Kooperation hoch spezialisierter Fachgebiete ein umfangreiches und modernes Abklärungs- und Therapieangebot zur Verfügung zu stellen.

Am Beispiel eines konkreten Falles aus dem Krankenhaus Ried zeigt das Vinzenz magazin, dass die Heilungschancen bei Darmkrebs bei umfassender medizinischer Betreuung sehr hoch sind. Allerdings gilt auch hier der legendäre Satz von Hippokrates, dass Vorbeugen besser als Heilen ist. Die wichtige Vorsorgemaßnahme bei Menschen über 50 Jahren ist eine in regelmäßigen Abständen stattfindende Darmspiegelung. Polypen, potenzielle Vorstadien von Krebs, lassen sich bei einer solchen Untersuchung entdecken und sofort entfernen. "Allein damit lassen sich 30 bis 40 Prozent aller Darmkrebsfälle auf sehr einfache Art tatsächlich verhindern", berichtet Oberarzt Dr. Björn Jagdt, Leiter des Darmgesundheitszentrums im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried.

Um das Verhindern einer anderen Krebsart, des Gebärmutterkrebses geht es in einem weitere Artikel des Vinzenz magazins. Im St. Josef Krankenhaus in Wien wurde vor einem Jahr eine Dysplasie-Sprechstunde gegründet. Dysplasien sind durch HP-Viren verursachte Zellveränderungen im Bereich des äußeren Muttermundes. Diese Vorstufen führen zu einem "auffälligen" PAP-Abstrich und müssen unbedingt behandelt werden. "Wenn wir rechtzeitig eingreifen, sind wir in der Lage, die Entstehung dieses Karzinoms zu verhindern", sagt Dr. Johannes Goldmann vom Team der Dysplasie-Sprechstunde im St. Josef-Krankenhaus. Ein großes Anliegen dieser Mannschaft ist es auch, betroffenen Frauen die Angst zu nehmen: "Das können wir, indem wir sie adäquat nach unseren Grundsätzen der Mitmenschlichkeit aufklären und medizinisch optimal behandeln", erläutert Goldmann.

Krebs und dessen gezielte Behandlung durch ein spezialisiertes Team steht auch im Mittelpunkt eines dritten Artikels im jüngsten Vinzenz magazin. Im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz befindet sich das erste zertifizierte Pankreas-Zentrum Österreichs. Topprofis aus allen Fachrichtungen arbeiten hier zusammen und erstellen für jeden Patienten ein individuelles Therapieprogramm. Am stärksten betroffen von dieser Krebserkrankung sind Männer ab 50 Jahren. "Der größte Risikofaktor ist für sie Rauchen und noch stärker: die Kombination Rauchen und starker Alkoholkonsum sowie fettreiche Speisen", erzählt der Leiter des Bauchspeicheldrüsenzentrums, Univ.-Prof. Dr. Klaus Emmanuel, im Vinzenz magazin.

Neben solchen informativen medizinischen Beiträgen bietet das Magazin in seiner jüngsten Ausgabe auch Entspannendes. So etwa werden Pilgerwege in Niederösterreich vorgestellt. Auf solchen Wegen per pedes unterwegs zu sein, kann schließlich nur positiv für die Gesundheit sein. Außerdem präsentiert das Vinzenz magazin einen "Mann fürs Herz", der auch dem Ohr Besonderes bietet: Dr. Hubert Zöberl ist Kardiologe und Oberarzt im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien und er singt außerdem im international renommierten Arnold Schoenberg Chor sowie mit dem Vokalensemble Arcantus.

Die neueste Ausgabe des Vinzenz magazin mit vielen weiteren interessanten Beiträgen steht ab sofort unter www.vinzenzgruppe.at zum kostenlosen Download im pdf-Format bereit.

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Annemarie Kramser
Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH, Wien
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E-Mail :annemarie.kramser@vinzenzgruppe.at
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