LR ANSCHOBER: Chancen gegen Atommüllendlager an Oberösterreichs Grenze steigen

Linz (OTS) - Einer der möglichen Standorte für ein tschechisches Atommüllendlager befindet sich im Militärsperrgebiet bei Boletice nur 18 km von Oberösterreichs Grenze entfernt. Vermutlich im Mai wird von den tschechischen Behörden eine Vorentscheidung darüber getroffen, ob dieser grenznahe Standort im Rennen bleibt.

OÖ Umweltlandesrat Rudi Anschober: "Für Oberösterreich ist das Unterbinden dieses Projektes neben dem Stoppen des Ausbaus von Temelin eines der wichtigsten Ziele unserer Umweltpolitik. Denn ein Atommüllendlager bedeutet ein unkalkulierbares Risiko für Hunderttausende Jahre. In Deutschland gehen Experten davon aus, dass ein deutsches Atommüllendlager Sicherheit für eine Million Jahre schaffen muss. Das ist natürlich völlig unmöglich. Niemand kann für derartige Zeiträume Garantien abgeben und Sicherheiten schaffen. Umso verantwortungsloser ist es seitens der Atomindustrie, tagtäglich hochgefährliche Abfälle zu erzeugen, ohne eine Antwort auf die Entsorgungsfrage zu haben".

Seitens eines Teils der tschechischen Atomlobby wurde der Standort Boletice deshalb in der jüngeren Vergangenheit favorisiert, weil hier wenige Anrainer leben und man daher auf einen geringeren Widerstand gehofft hatte. Nun liegt jedoch eine neue Studie tschechischer Experten über den Wert des Areals aus Sicht des Naturschutzes vor, die das Areal, das bereits Natura2000-Status besitzt, detailliert als einzigartiges Naturjuwel ausweist. Diese Studie wird nun den Behörden rechtzeitig in der aktuellen Vorentscheidungsphase übergeben.

Anschober: "Geht es mit rechten Dingen zu, muss dies das Aus für den Standort bringen. Wir werden jedoch in dieser Phase der Vorentscheidung mit Projekten der neuen Anti-Atom-Offensive des Landes, die übernächste Woche in der Landesregierung beschlossen werden sollen, sowie Rechtsschritten und politischen Initiativen weiter Druck aufbauen. Südböhmen, Bayern und Oberösterreich wären von Boletice gleichermaßen betroffen. Mein Ziel ist es, einen starken gemeinsamen Widerstand aufzubauen".

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