GPA-djp startet Online-Infoportal für dayli-Beschäftigte

Viele Anfragen zu den Arbeitsbedingungen - Geschäftsführung an Dialog mit der Gewerkschaft nicht mehr interessiert

Wien (OTS/ÖGB) - "Dayli - vormals Schlecker - selbsternannter Nahversorger am arbeitsfreien Sonntag, hat sich offenbar entschlossen, wieder auf die Liste unserer Problemfälle zurückzukehren. Im Vorjahr ist es nicht zuletzt mit Zutun der GPA-djp gelungen, Schlecker Österreich aus der Insolvenz herauszuhalten. Dafür haben auch die engagierten Beschäftigten einen großen Beitrag geleistet, was die neue dayli-Geschäftsführung offenbar nicht zu honorieren weiß", berichtet der für den Handel zuständige stv. Geschäftsbereichsleiter der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier, Manfred Wolf (GPA-djp).++++

"An den zwei Standorten, in Linz und in Pöggstall (Niederösterreich), wird derzeit aus unserer Sicht unter Missachtung der geltenden Gesetze und Ausnahmeregelungen am Sonntag geöffnet. Diese Praxis droht nun nach der Evaluierungsphase offenbar weiteren tausenden Beschäftigten. Wir hatten keine Alternative, als diese Vorgangsweise mehrfach bei den zuständigen Behörden anzuzeigen, woraufhin die Geschäftsführung den Dialog aufkündigte", so Wolf weiter.

Diesen Schritt habe man mit Bedauern registriert, kommentiert Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp: "Die seinerzeit mit Schlecker abgeschlossene und mit dayli bei der Übernahme erneuerte Dialogvereinbarung war ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen an einer Kooperation zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zunächst interessiert war."

Dieses Interesse ist offenbar mittlerweile erloschen, was bei den Beschäftigten für große Unsicherheit sorgt. "Wir registrieren immer mehr Anrufe und Anfragen von dayli-Beschäftigten und haben uns daher wieder dazu entschlossen, ein eigenes Informations- und Beratungsportal über unsere GPA-djp-Homepage zu starten", erklärt Wolf.

Auf diesem Portal finden sich Informationen über Arbeitszeit, Mindestgrundgehalt und weitere Rahmenbedingungen sowie die Informationen über das BeraterInnen-Netzwerk, das die GPA-djp in den Bundesländern anbietet. Auch werde laufend über den Stand aller Verfahren bezüglich der unrechtmäßigen Sonntagsöffnung berichtet. Alle Beschäftigten werden derzeit über die neue Portaladresse informiert, hieß es in der GPA-djp.

"Wir stehen voll hinter den Interessen der Beschäftigten und werden in diesem Sinne so lange nicht locker lassen, bis gesichert ist, dass bei dayli wieder alle Gesetze auch bezüglich der Arbeitsruhe am Sonntag eingehalten werden", so Wolf und Proyer abschließend.

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