"profil": Andrang deutscher Professoren an heimischen Universitäten

38% deutsche Professoren an Uni Wien - Niedergang der deutschen Sprache in der Wissenschaft bereitet Töchterle "gewisse Schmerzen"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, lehren und forschen an österreichischen Universitäten immer mehr Professoren aus Deutschland. Von insgesamt 2255 Professorenstellen sind 532 mit Deutschen besetzt. An der Universität Wien und an der Universität Salzburg sind jeweils knapp 38% der Professoren deutsche Staatsbürger, an der Uni Innsbruck 25%. An der Uni Wien wird jede dritte Neuberufung mit einem Bewerber aus Deutschland besetzt.

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle sieht darin kein Problem. "Es gibt natürlich auch aus anderen Ländern Berufungen", erklärt er in einem Interview mit "profil". "Aber allein wegen der Größe, der gleichen Sprache und geographischen Nähe Deutschlands gibt es von dort für jede ausgeschriebene Stelle deutlich mehr Bewerber. Außerdem sind die neu berufenen Professoren aus Deutschland in der Regel sehr gut qualifiziert."

"Gewisse Schmerzen" bereitet Töchterle der Trend zur Dominanz des Englischen in der Wissenschaft. "Noch bis in die Mitte das 20. Jahrhunderts war Deutsch die führende Sprache in der Wissenschaft. Da tut es schon weh, wenn man zusehen muss, wie Deutsch allmählich als wissenschaftlicher Dialekt gesehen wird."

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