- 25.03.2013, 20:01:12
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Alles gesagt ... (von Claudia Grabner)
Ausgabe 26. März 2013
Utl.: Ausgabe 26. März 2013 =
Klagenfurt (OTS) - Im Namen der Dividendensteigerung, als Kniefall
vor Aktionären, aus Eigennutz: Heimische Betriebe sorgen - um es
sonntagsreden-sprachlich auszudrücken - für Effektivitätssteigerung.
Weniger gespreizt: Sie ziehen die Daumenschraube an. Dafür bieten
sich zwei Ansatzmöglichkeiten: Mitarbeiterstand und Lohnniveau. Dreht
man an beiden Schrauben, führt das zum "fulminanten" Ergebnis, dass
Österreichs Arbeitnehmer heute um 36 Prozent mehr leisten (müssen)
als vor 20 Jahren - und das bei de facto sinkendem
Nettorealeinkommen. Um es deutlich zu sagen: Die Produktivität jedes
einzelnen Arbeitnehmers wird auf Kosten von Gesundheit, Psyche,
Freizeit und damit Lebensqualität nach oben getrieben, während
zeitgleich die Steigerung der Wertschöpfung am Gehaltszettel
tunlichst ignoriert wird. Ignoriert wie der Ausgleich, den dieser
Tage Sozialminister Hundstorfer eingefordert hat: Sechs Wochen Urlaub
nach 25 Dienstjahren. Die reflexartige Antwort von Wirtschaft und
Industrie? - Richtig: "Das rechnet sich nicht." Womit alles und viel
mehr gesagt wäre.
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