St. Radegund: Große Anteilnahme bei Jägerstätter-Begräbnis

Bischof Scheuer würdigt in Predigt Glaubens- und Lebenszeugnis der Jägerstätter-Witwe Franziska und zitiert aus Brief Franziskas kurz nach der Hinrichtung ihres Seligen Mannes Franz 1943: "Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen im Himmel"

Linz, 23.03.13 (KAP) Das Glaubens- und Lebenszeugnis von Franziska Jägerstätter, der Witwe des 1943 von den Nazis ermordeten Seligen Franz Jägerstätter, hat Bischof Manfred Scheuer gewürdigt. In seiner Predigt beim Begräbnis für die im 101. Lebensjahr Verstorbene würdigte Scheuer die vielfältigen Facetten der Persönlichkeit Franziska Jägerstätter. Wörtlich sagte er: "In Zeiten der Verblendung und des Unverständnisses hat sie sich den Lebensmut, die Freude am Leben und am Glauben bewahrt. Franziska lebte aus der Hoffnung, dass Gott angesichts des Unrechts rechtfertigt und heilt." Das Begräbnis am Samstagnachmittag in St. Radegund fand unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und vielen Teilnehmern aus Kirche und Politik statt. Kardinal Christoph Schönborn stand dem Gottesdienst vor.

Scheuer zitierte in seiner Predigt aus den vielen Briefen zwischen Franziska und Franz Jägerstätter während seiner Haft. Diese Briefe würden eine bewegende Theologie des Ehesakraments in sich bergen:
"Die Ehe wird als Beweis der Liebe Gottes erfahren und ist ein Beweis für die Existenz Gottes. Beide Eheleute stärken sich wechselseitig im Glauben."

Schließlich zitierte der Innsbrucker Bischof auch aus einem Brief Franziskas, den sie rund einen Monat nach der Hinrichtung ihres Mannes 1943 an Pfarrer Heinrich Kreutzberg in Berlin geschrieben hatte: "Ich kann Ihnen auch versichern, dass unsere Ehe eine von den glücklichsten war in unserer Pfarre. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen im Himmel."

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