RfW-Landesobmann Dr. Erich Schoklitsch fordert gezielte Kontrollen

"Kreative" Beschäftigungsmodelle am Bau sind meist illegal und schaden der heimischen Wirtschaft

Graz (OTS) - Österreichische Baufirmen beschäftigen immer öfter ausländische Sub-Unternehmer über dienstnehmerähnliche Werkverträge. Das ist meist nicht nur illegal, sondern schadet auch der heimischen Wirtschaft.
Seit die Finanzpolizei regelmäßig auftaucht und Kontrollen durchführt, ist auf den heimischen Baustellen vieles besser geworden, was die Schwarzarbeit betrifft. Doch zugleich suchen Firmen in der Baubranche immer wieder Mittel und Wege, die Kontrolleure auszutricksen und sich auf diese Weise Abgaben zu sparen. Dass sie sich damit fast immer an der Grenze des Gesetzes bewegen, ist ihnen klar - genau so, dass sie diese oft überschreiten. Und ganz bewusst nehmen sie in Kauf, dass sie damit einheimische Klein- und Mittelbetriebe in ihrer Existenz gefährden und damit heimische Arbeitsplätze vernichten.
Gerade hat sich wieder der Trend verstärkt, dass einige Firmen Einpersonenunternehmen - meist ausländischer Herkunft - als Subunternehmer beschäftigen und sich dazu dienstnehmerähnlicher Verträge bedienen, weiß Dr. Erich Schoklitsch, Landesobmann des steirischen RfW. "Das ist zum einen in Österreich ungesetzlich", warnt er, "außerdem schadet das den reell arbeitenden österreichischen Klein- und Mittelbetrieben. Und nicht zuletzt werden damit Mitarbeiter heimischer Firmen in die Arbeitslosigkeit gedrängt, was einer der Gründe für die derzeit sehr hohe Arbeitslosenquote in diesem Sektor ist."
Schoklitsch sieht nicht nur die Wirtschaft gefordert, Schritte gegen diese Trickserei zu unternehmen, sondern vor allem auch die Gewerkschaft. "Mich wundert, dass gerade diese hier nicht stärker auf den Plan tritt", so der RfW-Landesobmann. Er fordert daher in aller Vehemenz:

  • Gezielte und verstärkte Kontrollen durch Finanzpolizei und GKK
  • Genaue Überprüfung der Gewerbeberechtigungen der kontrollierten Personen, vor allem, ob die Berechtigungen der tatsächlichen Arbeit entsprechen
  • Überprüfungen, ob nicht arbeitnehmerähnliche Werkverträge vorliegen

"Das würde dazu beitragen, dass die Arbeitslosigkeit in der österreichischen Bauwirtschaft deutlich zurückgeht und die heimische Wirtschaft gestärkt wird", ist Schoklitsch überzeugt.

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