FPÖ-Neubauer: Im Hohen Haus wird kein Gedanke an "650 Jahre Tirol bei Österreich" verschwendet

FPÖ bereitet Antrag zur doppelten Staatsbürgerschaft für Südtiroler vor

Wien (OTS) - "650 Jahre Tirol bei Österreich sind es dem "offiziellen Österreich" offensichtlich nicht wert, mit einer würdigen Gedenkveranstaltung gefeiert zu werden. Weder hat der Tiroler Landeshauptmann Platter sich bei der Parlamentsdirektion eingesetzt, noch haben Außenminister Spindelegger oder Nationalratspräsidentin Prammer irgendeine Initiative ergriffen, dieses Gedenkjahr mit einem würdigen Festakt zu begehen", sagte heute der freiheitliche Südtirol-Sprecher NAbg. Werner Neubauer in einer Stellungnahme.

Das Land Tirol feiert heuer sein 650-Jahr-Jubiläum der Zugehörigkeit zum "Hause Österreich". Margarete Maultasch, Gräfin von Tirol, übergab am 26. Jänner 1363 Tirol an die Herzöge Rudolf, Albrecht und Leopold von Österreich. Die Habsburger konnten mit diesem Rechtsakt ihre Hausmacht entscheidend ausbauen. Ganze 555 Jahre blieb die gefürstete Grafschaft Tirol bei Österreich. Durch das Friedensdiktat von St. Germain gegen Österreich im Jahr 1919 wurde der seit November 1918 durch die Italiener besetzte südliche Landesteil seiner Heimat Österreich entrissen. 95 Jahre dauert nun schon die Teilung Tirols. So feiert man die Verbundenheit mit Österreich und darüber hinaus mit der deutschen Volks- und Kulturgemeinschaft heute in einem getrennten Tirol.

"Möglicherweise ist dieses "Vergessen" durchaus gewollt, denn bei einer Tirol-Gedenkveranstaltung müsste man unweigerlich über das südliche Tirol sprechen was ÖVP und SPÖ als Mitglieder der Bundesregierung wie der Teufel das Weihwasser scheuen", vermutet Neubauer. "Wahrlich Grund zum Feiern haben wir ja eigentlich ohnehin nicht, denn es wird nicht einmal der Südtirol-Unterausschuss einberufen. Wichtige Verhandlungsgegenstände, wie etwa die Anträge betreffend der Beseitigung der faschistischen Relikte in Südtirol und die Begnadigung der Südtiroler Freiheitskämpfer und auch die Frage der Vergabe der doppelten Staatsbürgerschaft für Südtiroler und Ladiner liegen unbehandelt in der Schublade. Auf unverantwortliche Art und Weise werden so die Hoffnungen unserer Landsleute südlich des Brenners, die sich auf die Schutzmacht des Vaterlandes verlassen, mit Füßen getreten. Doch wir werden den Menschen die Wahrheit sagen, dass die Österreichische Bundesregierung sich von Südtirol verabschiedet hat", so Neubauer.

"Jetzt reicht es! Ich werde dem Wunsch eines Großteils der Südtiroler Bevölkerung Rechnung tragen und den Antrag zur Vergabe der doppelten Staatsbürgerschaft für Südtiroler und Ladiner vorbereiten. Dieser Antrag wird zur Nagelprobe für SPÖ und ÖVP, denn sie werden dadurch gezwungen, Farbe zu bekennen, wie sie zu dem Land und zu den Menschen stehen", so Neubauer abschließend.

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