Plank: Gerade faire Strompreise und Versorgungssicherheit brauchen einen Umstieg auf erneuerbare Energien

Wien (OTS) - Anlässlich des heute vorgestellten Jahresbericht 2012 der E-Control warnt Präsident Plank von Erneuerbare Energie Österreich eindringlich davor, aufgrund der gegenwärtig immer wieder geführten Stromkostendebatte Zweifel an der Sinnhaftigkeit und am Erfolg der Energiewende aufkommen zu lassen.

"Obwohl die momentanen Verwerfungen vor allem am deutschen Strommarkt noch zahlreiche Fragen hinsichtlich der Umsetzung der Energiewende aufwerfen - etwa in der Wahl eines funktionierenden Marktdesigns, in der Infrastruktur oder in der gerechten Einbindung aller Marktteilnehmer und Konsumenten - führt kein Weg an einem Umstieg auf eine ökologische und damit nachhaltige, sichere und leistbare Energieversorgung vorbei. Und dieser Schritt gelingt ausschließlich mit einem konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien und einer gleichzeitigen Verbesserung der Energieeffizienz.

Preisstabilität durch Umstieg auf erneuerbare Energien absichern

Gerade am Beispiel des österreichischen Strommarktes zeigt sich, dass trotz Einführung der Ökostrom-Förderung vor 10 Jahren der Preis für Strom von allen Energieträgern in den letzten Jahren am stabilsten war. Ich fordere daher alle energiepolitischen Entscheidungsträger auf, zukünftige gesetzliche Rahmenbedingungen derart zu gestalten, dass ein konsequenter aber sozial ausgewogener Umbau des Energiesystems in allen Bereichen der Energieversorgung möglich wird", so Präsident Plank.

Bezüglich jüngsten Meldungen, wonach ein Erreichen der EU-Energieziele bis 2020 und 2050 angesichts der wirtschaftlichen Lage einzelner EU-Staaten und der Schieflage beim Gaspreis zwischen Europa und den USA unwahrscheinlich wird, zeigt sich Plank optimistisch: " Wenngleich im EU-Parlament noch nicht ganz angekommen, haben mittlerweile viele Menschen in Österreich und in Europa erkannt, dass Europa mit Atomenergie und ein Festhalten an einem alten fossilen Energiesystem mehr und mehr auf eine unsichere und zunehmend nicht mehr leistbare Energieversorgung zusteuern. Im Gegensatz dazu bieten erneuerbare Energien neben Versorgungssicherheit und Preisstabilität auch enorme wirtschaftliche Chancen, so wie Arbeitsplätze" hält Plank fest.

Erneuerbare Energien sind starker Wirtschaftsmotor: Gerade wegen einer guten Förderpolitik

Österreich ist aufgrund einer durchwegs gesunden und gerechten Förderpolitik mittlerweile eine Benchmark für viele EU-Staaten geworden. Wie aktuelle Prognosen zeigen, wird Österreich als eines der wenigen EU-Länder die EU-Energieziele für 2020 nicht nur erreichen, sondern sogar übertreffen. "Wir haben mit unseren bisherigen Fördersystemen schon viel im Ausbau der erneuerbaren Energien erreichen können. Jetzt gilt es, die wirtschaftliche Chancen der erneuerbaren Energie wahrzunehmen und mit einem entsprechendem Marktdesign den zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien zu ermöglichen ."

Bereits heute sind die wirtschaftlichen Leistungen der Erneuerbaren Energie-Branche enorm. Wie die aktuellen Markstatistik-Zahlen zeigen, erwirtschaften knapp 40.000 MitarbeiterInnen einen Gesamtumsatz von mehr als 5,5 Milliarden Euro (inkl. Wasserkraft) - und damit mehr als der österreichische Wintertourismus.

Umso unverständlicher werden daher angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung der erneuerbaren Energien die jüngsten Äußerungen von Hr. Boltz, Chef der staatlichen E-Control, Österreich wäre das einzige Land das noch an die Energiewende glaube. "Derartige Aussagen zeugen lediglich von einem krampfhaften und rückschrittlichen Festhalten an einem nicht zukunftsgerechten Energiesystem. " so Plank.

Erneuerbare Energien als Sündenbock: Politik und Wirtschaft finden keine Alternative zum gescheiterten CO2-Handel.

Immer wieder wird seitens des Regulators versucht, das generelle Marktversagen an der Strombörse mit der vermehrten Einspeisung von erneuerbaren Energien zu erklären. Für Plank sind diese Argumente ein reines Ablenkmanöver von den wahren Ursachen, die sich offenkundig in einem Totalversagen des CO2-Handels, der an den zukünftigen Notwendigkeiten des Klimaschutzes vorbeioperiert, widerspiegeln.

Plank vermisst faire Darstellung der energiepolitischen Situation.

"Angesichts steigender Preise endlicher fossiler Rohstoffe ist die Energiewende eine sachliche Notwendigkeit geworden, um unsere Energiesouvärenität zu sichern - für unsere Haushalte aber auch für die Industrie. Jeder Zweifel verzögert fahrlässig den dringend notwendigen Umbau und gefährdet durch falsche mediale Signale das Vertrauen von potenziellen Investoren und letztendlich den Wirtschaftsstandort Österreichs. Das müsste der staatlichen E-Control als oberste Prüfinstanz für Energiepreise längst bewusst sein" so Plank abschließend.

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