Montecuccoli: Wald ist einfach mehr

Jede und jeder kann zum langfristigen Erhalt des Waldes beitragen!

Wien (OTS) - (21. März 2013) Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn laden die ersten Sonnenstrahlen mit ihren Frühlingsboten, die grünwerdende Natur aber auch noch der "Märzschnee" regelrecht ein, Aktivitäten im Freien zu starten. Nicht nur für uns Menschen ist der Frühling etwas Besonderes, sondern auch für unseren heimischen Wald. Die ersten Pflanzen treiben aus und der Wald beherbergt als Kinderstube der Natur junge Wildtiere. Gleichzeitig mit dem Frühlingsbeginn wird heute am 21. März der "Internationale Tag des Waldes" begangen, um Bewusstsein für die vielfältigen Leistungen unserer wertvollen Ressource Wald zu schaffen und für Respekt und Achtung in der Natur zu appellieren.

Das Ökosystem Wald erfüllt mit der Lebensraum-, Erholungs-, Nutz-, Schutz- und Wohlfahrtsfunktion vielfältige Anforderungen für unsere Umwelt und Gesellschaft. Der Waldbesitzer ist gesetzlich beauftragt, den Wald zu schützen und zu pflegen, wofür rund 145.000 Waldbesitzer in Österreich sorgen. Damit werden die vielfältigen Leistungen unseres Waldes gesichert. 80 Prozent der heimischen Wälder sind Privateigentum. Die heimischen Waldbesitzer können so auch als "Eltern" des Waldes bezeichnet werden. Diese bewirtschaften pflichtbewusst, sorgfältig, gewissenhaft und nachhaltig ihren Wald nach dem Motto "Natur Nützen, Natur Schützen". Waldbesitzer und Gesetzgeber nehmen damit ihre Verantwortung für den heimischen Wald wahr. "Zum Schutz des Waldes, der Tiere und der Waldbesucher gibt es allerdings auch Rahmenbedingungen, die unbedingt beachtet werden müssen", schafft DI Felix MONTECUCCOLI, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, anlässlich des heutigen "Tag des Waldes" Bewusstsein, dass jede und jeder bestimmte Rechte im Wald hat, aber damit auch Pflichten verbunden sind. "Zudem trägt jeder Waldbesucher durch Achtung, rücksichtsvolles Verhalten sowie Respekt vor den Tieren, Pflanzen und dem Eigentum wesentlich dazu bei, den heimischen Wald langfristig zu erhalten", so MONTECUCCOLI.

Einzigartiges Erholungsgebiet "Wald"

"Jeder hat das Recht den Wald für Erholungszwecke zu betreten und sich dort aufzuhalten. Daher steht einem sonntägigen Nachmittagsspaziergang im Wald nichts entgegen, sofern man sich in der Natur respekt- und achtungsvoll verhält. Auch Laufen, Joggen und Wandern wird toleriert sowie das Skitourengehen in eingeschränktem Rahmen, das jetzt vor Wintersaisonende noch besonders reizvoll ist. All diesen Aktivitäten ist nichts entgegen zu halten, wenn dabei einfach die wichtigsten Rahmenbedingungen und Regeln beachtet werden", erklärt Verbandspräsident DI Felix MONTECUCCOLI.

Wir alle sind Gäste des Waldes

Als Gast des Waldes sollte jede und jeder der Gastfreundschaft des Waldes wertschätzend begegnen. Besucht man Freunde zuhause, hält man sich dort auf, wo die Gastgeber den Platz dafür vorgesehen haben. "So gibt es im Wald auch Plätze, die von den Waldbesuchern nicht besucht werden dürfen wie zum Beispiel Wald, der eine Höhe von drei Metern noch nicht erreicht hat. Hier schützt der Gesetzgeber durch ein allgemeines Betretungsverbot die jungen Bäume. Dort sind keinerlei Aktivitäten erlaubt, auch nicht das Abfahren mit Skiern. Wälder sind auch Arbeits- und Betriebsstätten. Im Frühjahr führen die Forstarbeiter im Wald umfangreiche Pflegemaßnahmen durch, dabei sind oft Maschinen im Einsatz. Die forstlichen Tätigkeiten sind gefährlich und deshalb werden zum Schutz der Waldbesucher forstliche Sperrgebiete errichtet. Da es hierbei um die Sicherheit eines jeden einzelnen geht, müssen diese forstlichen Sperrgebiete unbedingt beachtet werden. Waldflächen, die etwa wegen Waldarbeiten nicht betreten werden dürfen, sind durch entsprechende Schilder gekennzeichnet", fasst DI Felix MONTECUCCOLI, die wichtigsten Regeln zusammen, die der Waldbesucher zum Schutz der Natur und zum eigenem Schutz wissen muss.

Rücksichtnahme auf Wildtiere

Besonders im Frühling suchen die Wildtiere nicht nur Schutz, Futter und Ruhe im Wald, sondern sie setzen auch ihre Jungen. Daher sollten sämtliche Aktivitäten wie Laufen, Wandern und Spazierengehen vorrangig auf gekennzeichneten Wegen und Routen erfolgen. Besondere Beunruhigung für die schreckhaften Wild- und Jungtiere sind Freizeitaktivitäten am Morgen, in den späten Abendstunden und in der Nacht. Daher gilt es zu diesen Tageszeiten Waldläufe, Spaziergänge, Wanderungen quer durch Wald, Stock und Stein jedenfalls zu vermeiden. Der Stress führt beim Wild zu einem erhöhten Energieverbrauch, was besonders im Frühling nach der entbehrungsreichen Zeit zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Die Folge davon ist ein erhöhter Nahrungsbedarf der kompensiert werden muss. "Nehmen Sie bitte gerade jetzt im Frühjahr besondere Rücksicht auf die Kinderstube Wald und bleiben Sie auf gekennzeichneten und markierten Wegen abseits von Wildruhezonen, Wildfütterungen und Wildeinständen", appelliert DI Felix MONTECUCCOLI auf Wildtiere Rücksicht zu nehmen. "Zum Wohle aller sollte von jedem von uns die Bereitschaft für ein Miteinander im Wald gegeben sein, um unseren heimischen Wald und seine vielfältigen Leistungen langfristig durch Nützen und Schützen zu erhalten", so MONTECUCCOLI abschließend.

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