Frauenministerin Heinisch-Hosek: Einkommensberichte besser nutzen, um Lohnschere zu schließen

Frauenministerin bei Thementag "Mit Gleichstellung punkten" der GPA-djp

Wien (OTS) - "Gemeinsam ist es uns schon gelungen, dass die Gleichstellung von Frauen und Männern in vielen Bereichen ein Thema geworden ist. Wir haben wichtige gesetzliche Grundlagen geschaffen. Jetzt geht es darum, dass diese auch durchgängig eingehalten werden und wir auf den Ergebnissen weiter aufbauen", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute, Donnerstag, bei der Eröffnung der Veranstaltung "Mit Gleichstellung punkten". Bei diesem Thementag der Gewerkschaft der Privatangestellten Druck-Journalismus-Papier (GPA-djp) im Wiener ÖGB-Gebäude Catamaran steht die Umsetzung von Gleichstellungszielen in der betrieblichen Praxis im Mittelpunkt.

"Die Gehaltsschere zwischen Frauen und Männern ist in Österreich nach wie vor groß. Mit den gesetzlich verankerten Einkommensberichten, Gehaltsangaben in Stelleninseraten und dem Gehaltsrechner haben wir wichtige Instrumente zur Einkommenstransparenz geschaffen. Nun geht es um eine effiziente Umsetzung, denn noch kommen nicht alle Unternehmen ihren Verpflichtungen nach. Auch die Qualität der Einkommensberichte ist sehr unterschiedlich und nicht immer ausreichend", so Heinisch-Hosek. Dem Betriebsrat komme dabei eine wesentliche Rolle zu, denn er könne die nötige Information und Beratung sicherstellen und sich bei der Berichtserstellung einbringen. "Um diesen Prozess zu unterstützen, werde ich noch im Frühjahr gemeinsam mit den ÖGB-Frauen eine Broschüre präsentieren, in der erste Erfahrungen zusammengefasst sind und zentrale Fragen beantwortet werden". Die Frauenministerin kündigte außerdem eine Neuauflage des Gehaltsrechners mit aktualisierten Datensätzen an.

"Zahlreiche Studien haben mittlerweile aufgezeigt, dass jene Unternehmen erfolgreicher sind, die ihre Führungspositionen und Aufsichtsräte mit Frauen und Männern besetzt haben. Betriebliche Frauenförderung nutzt also allen Seiten. Daher unterstütze ich auch Forderungen wie die nach der Einführung verpflichtender Frauenförderpläne", sagte Heinisch-Hosek. Die Frauenministerin wünschte den Betriebsrätinnen und Betriebsräten der GPA-djp abschließend eine erfolgreiche Tagung und bedankte sich dafür, "dass die Gewerkschaft der Privatangestellten das Thema Gleichstellung sehr ernst nimmt und hier eine Vorreiterrolle eingenommen hat."

Bilder von dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar.

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