FPÖ-TV: Thilo Sarrazin sieht Geld der Sparer "auf dem Prüfstand"

Eurokraten erpressen Zypern - Spekulationsverbot zu schwach

Wien (OTS) - "Durch die permanente Bankenrettung steht Europa am Scheideweg", machte der ehemalige deutsche Bundesbank-Chef Thilo Sarrazin bei seinem gestrigen Vortrag im Linzer Design Center klar. Für die Bevölkerung habe die europäische Währungs- und Demokratiekrise gravierende Folgen: "In einer wirklichen Krise steht alles auf dem Prüfstand, auch das Geld der Sparer", warnt Sarrazin im aktuellen FPÖ-TV-Magazin mit Blick auf die Zypern-Krise. Die öffentliche Empörung der Bürger angesichts jüngster Euro-Wirren sei berechtigt, denn deutsche und österreichische Finanzminister seien jederzeit bereit, auch unser Geld für Zypern zu opfern.

Zwar haben sich Zyperns Parlamentarier in letzter Minute an die Seite ihrer Bürger gestellt und die Zwangsabgabe verhindert, die Erpressung des Zwergstaates durch die Eurokraten könnte nun aber weitreichende Folgen für die Gemeinschaftswährung haben. "Wenn eine Sanierung der spanischen Banken kommen wird, dann sicherlich auch mit Beitrag der Aktionäre und Anleger", sagt der renommierte Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater Günther Robol gegenüber FPÖ-TV. Das Zypern-Fiasko könnte in anderen Staaten einen Ansturm auf die Bankeinlagen - einen sogenannten "Bank Run" - auslösen und damit die Euro-Krise massiv verschärfen.

Die Verhandlungen über ein Spekulationsverbot sind vorerst gescheitert. Den Freiheitlichen sind die von den Regierungsparteien vorgelegten Formulierungen für ein Verfassungsgesetz nicht verbindlich genug. Spekulationen mit öffentlichen Geldern wie in Salzburg, Niederösterreich oder Wien wären auch in Zukunft nicht ausgeschlossen. FPÖ-Budgetsprecher Alois Gradauer sieht eine Einigung jedoch in greifbarer Nähe: "Wir sind nicht sehr weit weg von einem wirklich guten Gesetz, Spekulation im öffentlichen Bereich unmöglich zu machen."

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