Reduktion der IT-Komplexität birgt für viele Unternehmen große Chancen

Wien (OTS) - BCG-Studie: Durch Reduktion nicht-wertschaffender Komplexität können die Leistungsfähigkeit der IT und damit die Agilität, Flexibilität und Effizienz von Unternehmen deutlich erhöht werden

Eine zu große Komplexität in der IT-Funktion eines Unternehmens und an der Schnittstelle zwischen Geschäft und IT kann die IT-Kosten erheblich in die Höhe treiben. Mehr noch: Die Fähigkeit der IT, die Geschäftsziele effektiv zu unterstützen, kann gemindert werden, was sich häufig in einer langen "Time-to-Market", geringer Flexibilität und hohen Kosten niederschlägt - und damit letztlich zu einer geringeren Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen führt. Überflüssige IT-Komplexität erfolgreich zu eliminieren ist schwierig und erfordert einen mehrstufigen Ansatz. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie Simplify IT: Six Ways to Reduce Complexity der Boston Consulting Group (BCG).

"IT-Komplexität ist ein Stück weit unvermeidbar und kann sogar wesentlich zum Geschäftserfolg beitragen", erklärt Michael Grebe, BCG-Partner und einer der Studienautoren, "zum Beispiel indem sie es ermöglicht, differenziertere Produkte oder Dienstleistungen anzubieten. Häufig ist Komplexität innerhalb der IT und an der Schnittstelle zwischen Geschäft und IT jedoch nicht wertschaffend und damit unnötig und sollte beseitigt oder weitestmöglich reduziert werden." Die Umsetzung kann Unternehmen jedoch vor größere Herausforderungen stellen, da sich IT-Komplexität in der Regel graduell aufbaut und unterschiedliche Ursachen hat, wie etwa Fusionen und Übernahmen oder eine schwache IT-Governance.

Dennoch kann IT-Komplexität mit dem richtigen Ansatz adressiert werden - was sich signifikant auf IT-Kosten und -Performance auswirkt. "Eine effiziente Vereinfachung der IT kann die Applikations- und Infrastrukturkosten um bis zu 50 Prozent reduzieren und die gesamten IT-Kosten um bis zu 30 Prozent", erläutert Michael Grebe. "Außerdem kann dadurch die IT-Funktion deutlich leistungsfähiger werden, um so einen wesentlichen Beitrag zur Agilität, Flexibilität und Effizienz eines Unternehmens zu leisten. Dafür ist auch die Veränderung der Rolle der IT vom reinen Dienstleister hin zu einem strategischen Partner des Geschäfts erforderlich."

Ansätze, um IT-Komplexität zu beherrschen

Die BCG-Studie identifiziert sechs Ansätze, mit deren Hilfe Unternehmen IT-Komplexität adressieren können. Diese betreffen sowohl geschäftsgetriebene IT-Komplexität als auch Komplexität innerhalb der IT-Funktion. Die Ansätze können gleichzeitig, nacheinander oder einzeln verfolgt werden.

- Intelligentes Nachfragemanagement, d. h. die Bereitstellung von ausreichender Transparenz über die IT-Kostenwirkung von Geschäftsentscheidungen und -entwicklungen zur Sicherstellung einer bestmöglichen Nutzung von IT-Services unter Abwägung von Kosten und Mehrwert für das Geschäft

- Szenariobasierte Rationalisierung von Applikationen, d. h. die Optimierung der Anzahl an Applikationen durch Konsolidierung, Erneuerung und konsequente Abschaltung

- Reduktion der Infrastruktur-Technologiemuster, d. h. eine Verringerung der Anzahl von Mustern (Konfigurationen von Hardware-, Software- und Middleware-Elementen) in der IT-Infrastruktur, um die Vielzahl an Technologien, Prozessen und erforderlichen Fähigkeiten in der IT deutlich zu reduzieren

- Eine vereinfachte IT-Organisation sowie verbesserte Fähigkeiten der IT-Mitarbeiter, z. B. durch Optimierung der Führungsspannen, Gestaltung der IT-Organisation nach klaren Prinzipien zur Vermeidung von Doppelarbeiten, Sicherstellung einer angemessenen Anzahl qualifizierter Mitarbeiter entlang wesentlicher IT-Rollen unter Berücksichtigung der Zielarchitektur, der Sourcingstrategie sowie der Altersstruktur des Unternehmens

- Effektive Governance und vereinfachte Prozesse, d. h. die Etablierung eines umfassenden Frameworks, um die Geschäfts-IT-Governance zu optimieren, verbunden mit der Vereinfachung von Prozessen, z. B. in der Anwendungsentwicklung von der Ideengenerierung bis zur Inbetriebnahme von Applikationen

- Ein Shared-Services-Modell und optimiertes Sourcing, d. h. die Etablierung gemeinsamer IT-Services innerhalb von Unternehmen über Einheiten und ggf. Länder hinweg zur Nutzung von Skalen- und Lohnkostenvorteilen sowie die signifikante Vereinfachung des Lieferantenportfolios inkl. einer effektiveren Lieferantensteuerung über Multi-Vendoren-Kennzahlen

In der Studie werden diese Ansätze im Detail beschrieben und ihre potenzielle Wirkung anhand von Beispielen, etwa aus dem Financial-Services-Bereich oder der Investitionsgüterindustrie, erläutert. Die Studie beschreibt zudem not-wendige Schritte für eine erfolgreiche Konzeption und die nachhaltige Umsetzung einer IT-Vereinfachung.

The Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale Managementberatung und weltweit führend auf dem Gebiet der Unternehmensstrategie. BCG unterstützt Unternehmen aus allen Branchen und Regionen dabei, Wachs-tumschancen zu nutzen und ihr Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzupassen. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt BCG individuelle Lösungen. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu schaffen, die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu steigern und das Geschäftsergebnis dauerhaft zu verbessern. BCG wurde 1963 von Bruce D. Henderson gegründet und ist heute an 78 Standorten in 43 Ländern vertreten. Das Unternehmen befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. In Deutschland und Österreich erwirtschaftete BCG im Jahr 2012 mit 1.060 Beraterinnen und Beratern einen Umsatz von 490 Millionen Euro. Für weitere Informationen: www.bcg.at

In ihrem Internetportal bcgperspectives.com bündelt die Boston Consulting Group alle unternehmenseigenen Studien, Kommentare, Grafiken und Videos und stellt sie online zur Verfügung. Neben Publikationen zu aktuellen Wirtschafts- und Unternehmensthemen beinhaltet die Plattform auch Veröffentlichungen aus der 50-jährigen Unternehmensgeschichte. Das Onlineportal findet sich unter www.bcgperspectives.com.

BCG-Game-Changing-Programm: Wir leben in einer Zeit rasanter Verände-rungen. Alte Herangehensweisen werden obsolet, während sich neue Chancen eröffnen; die Spielregeln ändern sich. Die Boston Consulting Group ist optimistisch: Wir glauben, dass die zugrunde liegenden Wachstumstreiber stärker sind als je zuvor. Um von diesem Trend zu profitieren, müssen Entscheider proaktiv vorgehen, den Status quo in Frage stellen und mutige Entscheidungen treffen - sie müssen die Spielregeln neu setzen. Ihre Entscheidungen werden eine nachhaltige Wirkung auf ihre eigene Zukunft, die ihrer Organisation, der Weltwirtschaft und der Gesellschaft allgemein haben. Um sie dabei zu unterstützen, stellt BCG im Rahmen ihres 50-jährigen Firmenjubiläums die besten Ideen, Einblicke und erfolgversprechenden Ansätze zusammen. Diese Publikation ist Teil dieser Bemühungen.

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