FPÖ-Mölzer: Nicht Zypern, sondern die EU muss mit Russland verhandeln

EU-Steuerzahler dürfen nicht Schwarzgeldkonten russischer Oligarchen absichern - Auch Moskau muss Interesse haben, Steuerhinterziehung zu bekämpfen

Wien (OTS) - Nicht Zypern sollte mit Russland Verhandlungen zur Abwendung der Staatspleite führen, sondern die Europäische Union, forderte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Einerseits hat die EU ein ungemein größeres politisches Gewicht als Zypern, und andererseits geht es bei der Rettung dieses Landes vor dem Staatsbankrott nicht nur um russische, sondern auch um gesamteuropäische Interessen", erklärte Mölzer.

Insbesondere müsse Brüssel Moskau klarmachen, dass es nicht sein könne, dass die europäischen Steuerzahler für die Sicherung der Konten russischer Oligarchen aufzukommen hätten, so der freiheitliche EU-Mandatar. "Schließlich ist hinlänglich bekannt, dass schwerreiche Russen ihre Schwarzgelder auf zypriotischen Banken angelegt haben. Deshalb wäre es mehr als merkwürdig, wenn Brüssel auf der einen Seite die Steuerhinterziehung in der EU bekämpft und auf der anderen Seite die Steuerhinterziehung von Russen belohnt", hielt Mölzer fest.

Bei den zu führenden Verhandlungen müsse Brüssel Moskau daher verdeutlichen, dass Verluste russischer Oligarchen von der EU nicht ersetzt werden, betonte der freiheitliche Europaabgeordnete. "Schließlich handelt es sich bei den in Zypern gebunkerten Schwarzgeldern um einen Diebstahl an der russischen Volkswirtschaft, weshalb auch der Kreml ein Interesse daran haben müsste, hier entsprechende Maßnahmen zu setzen", schloss Mölzer.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0004