Leichtfried: Zypern muss bei Vermögenden und Finanztransaktionssteuer einlenken

SPÖ-EU-Abgeordneter fordert sowohl faire Behandlung des Inselstaats als auch Einlenken bei zentraler Frage der Eigenbeteiligung

Wien (OTS/SK) - Im Zuge der Debatte um die Rettung des finanziell angeschlagenen EU- und Euro-Mitgliedslandes Zypern fordert Jörg Leichtfried, Delegationsleiter der SPÖ-Europaabgeordneten, konkrete Schritte auf zypriotischer Seite. "Ich bin hier für eine faire Vorgehensweise gegenüber dem Staat Zypern, aber auch gegenüber den Kleinanlegern. Klar ist, dass eine Eigenbeteiligung notwendig ist", sagt Leichtfried am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Der SPÖ-Europaabgeordnete verlangt in einem ersten Schritt die Einführung der Finanztransaktionssteuer. "Österreich ist im Zuge der verstärkten Zusammenarbeit bei der Besteuerung der Finanztransaktionen dabei. Dem darf sich Zypern nicht mehr länger verschließen, wenn es auf Gelder aus dem Rettungsfonds zugreifen möchte. Zweitens müssen die 5,8 Milliarden Euro Eigenbelastung Zyperns mithilfe der großen Vermögen aufgebracht werden. Auch eine Erhöhung der Körperschaftssteuer sollte angedacht werden. Kleinanlegerinnen und Kleinanleger müssen sich in der Eurozone weiter auf ein verlässliches Bankensystem verlassen können", so Leichtfried. Zypern müsse nun rasch die konkreten Vorschläge auf den Tisch legen. ÖVP-Finanzministerin Maria Fekter solle hier keinen Scheinlösungen zustimmen. (Schluss) bj

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