KONSUMENT: Haarentfernungszentren im Test - lückenhafte Beratung

Nur vier der 15 Haarentfernungszentren klärten die Testpersonen umfassend auf

Wien (OTS/VKI) - Unter den Achseln, auf der Brust oder an den Beinen - Haare wachsen meist genau dort, wo sie aus ästhetischen Gründen unerwünscht sind. Wer trotzdem nicht ständig selbst zu Rasierklinge oder Wachs greifen möchte, lässt sich die lästige Behaarung in spezialisierten Studios per Laser oder IPL-Gerät (Intensed Pulsed Light) entfernen. Dabei werden die Haarwurzeln durch kurze Laser-bzw. Lichtimpulse verödet oder zerstört. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) wollte wissen, wie gut 15 zufällig ausgewählte Anbieter in Wien über Risiken, Dauer und Kosten dieser Methode informieren. Das Ergebnis: Nur vier der 15 Haarentfernungszentren klärten die Tester umfassend auf und wurden am Ende mit "gut" oder "sehr gut" bewertet. Alle Ergebnisse im Detail sowie weitere Informationen gibt es im April-KONSUMENT und unter www.konsument.at.

Kostspielige und langwierige Behandlung

"Wenn man sich für eine permanente Haarentfernung entscheidet, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es mit einer einzigen Behandlungseinheit nicht getan ist", informiert VKI-Gesundheitsexpertin Dr. Angela Tichy. "Je nach Hauttyp, Farbe und Menge der Haare können bis zu zehn Sitzungen fällig werden. Da immer nur der Teil der Haare behandelt werden kann, der sich gerade in der Wachstumsphase befindet, müssen die Einheiten im Abstand von 6 bis 12 Wochen wiederholt werden. In dieser Zeit sollte man nicht nur auf Solariumsbesuche und Selbstbräuner, sondern auch auf direkte Sonneneinstrahlung verzichten. Dessen sollte man sich im Vorfeld bewusst sein, denn die Behandlung ist durchaus kostspielig: Die getesteten Anbietern verrechnen etwa für die Enthaarung einer Männerbrust zwischen 42 und 400 Euro pro Sitzung."

Methode ohne Garantie

Eine erfolgreiche Enthaarung per Laser/IPL funktioniert eher bei dunklen Haaren. Aber selbst hier gibt es keine Garantie. Auch wenn die Methode als "dauerhaft" beschrieben wird, kann es sein, dass die unerwünschten Haare nach einiger Zeit doch wieder nachwachsen. "Seriöse Anbieter werden diesen Umstand genauso wenig verschweigen wie mögliche gesundheitliche Nebenwirkungen", betont Dr. Tichy. "Denn obwohl die Risiken überschaubar sind, kann es in Einzelfällen doch zu Problemen wie Schwellungen, Bläschenbildung oder Verbrennungen kommen. Eine umfassende Beratung im Vorfeld ist auch aus diesem Grund unerlässlich."

Der detaillierte Test zur Haarentfernung ist auf www.konsument.at abrufbar und erscheint am 21.03.2013 in der Aprilausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
amorawetz@vki.at
www.konsument.at

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