Neues Volksblatt: "Modern?" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 15. März 2013

Linz (OTS) - Wer ist schon gern unmodern?
Daher ist es kein Wunder, dass auch einige ÖVP-Politiker unter dem Trommelfeuer der SPÖ für die "moderne" Gesamt- und verpflichtende Ganztagsschule in die Knie gehen.
Aber ist es wirklich modern, wenn alle Zehn- bis 14-Jährigen mit ihren unterschiedlichen Talenten und Neigungen, auch ihrer unterschiedlichen Bereitschaft, sich anzustrengen, über einen schulischen Kamm geschoren werden? Ist die Einheitsschule wirklich modern oder ist sie eine Vergeudung von Hirnschmalz und Leistungswillen, weil eine Schule für alle nur Nivellierung nach unten bedeuten kann? Nach dem Motto: Was nicht jeder kann, braucht niemand zu können!
Ist das die Einstellung, mit der wir der Jugend den Weg in die Zukunft ebnen?
Und ist es modern, wenn alle Kinder von früh bis spät in der Schule sein müssen und dort nur das tun dürfen oder können, was zufällig angeboten wird; von der Musik bis zum Sport.
Nichts gegen ganztägige Schulformen - aber für jene, die sie wollen. Für die Linken sind die Zwangstagsschule und die Gesamtschule modern. Der überwiegende Teil der Bevölkerung will aber weiter Vielfalt im Schulsystem, nicht Ideologie. Daher ist es nicht so wichtig, ob auch der eine oder andere Schwarze die Einheitsschule will, wichtig ist, dass jene in der ÖVP standhaft bleiben, auf die es ankommt.

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