SPÖ-Klubtagung - Bgm.Häupl (2): Für eine "Ökonomie der rauchenden Köpfe, statt der rauchenden Schornsteine"

Wissensbasierte Ökonomie, Innovationen und Bildung als wertvollste Investitionen in Wiens Zukunft

Wien (OTS/SPW-K) - Kultur sei Wiens allergrößtes "Asset", dennoch werde mit der tradierten Kultur alleine nicht das Auslangen gefunden. "Wir müssen uns immer wieder auch auf aktuelle gesellschaftspolitische und künstlerische Auseinandersetzungen einlassen", erklärte der Vorsitzende der SPÖ Wien, Bürgermeister Michael Häupl, bei seiner Rede im Rahmen der Klubtagung der SPÖ Wien im burgenländischen Rust. Das Wien Museum stehe ja nicht umsonst auch im SPÖ-Wahlprogramm. Gerade die Standortentscheidung würde sich logisch aus allen anderen, vorangegangenen Entscheidungen ableiten. Es sei auch kein Zufall, dass in den vergangenen Jahren rund um Wien - bis weit ins Burgenland und nach Niederösterreich - so viele neue Festivals entstünden. Sie brächten einen kulturellen, wirtschaftlichen und regionalen Nutzen.

"Sicherheit ist ebenfalls ein Asset unserer Stadt", berichtete der Bürgermeister. In erster Linie sei damit selbstverständlich soziale Sicherheit und Gesundheitsversorgung gemeint, aber, auch im engeren Sinne. "Die Wienerinnen und Wiener sind ebenso wie unser Gäste eine niedrige Kriminalitätsrate gewohnt", unterstrich Häupl mit Verweis auf den Sicherheitspakt mit dem Bundesministerium für Inneres (BMI). Das Entscheidende, neben dem Wie, sei jedoch dabei der Zeithorizont seiner Umsetzung. Häupl betonte, dass - bei einer wachsenden Stadt -Zusammenlegungen und Schließungen von Wachzimmern und Kommissariaten sicherlich nicht die Antwort sein könnten. Die Stadt müsse jedenfalls in eine planvolle, überlegte und bedürfnisgerechte Strukturreform mit dem BMI eingebunden sein.

Ein weiteres, wichtiges Asset sieht Häupl beim Zusammenleben in Wien: Mit der "Wiener Charta" sei eine mitteleuropäische Benchmark entstanden, die bereits von der EU aufgenommen wurde und bereits ihre Anwendung finde. "Der Charta-Prozess wird fortgesetzt, denn er hat uns eine ganze Menge gebracht", versicherte Häupl.

Eine weitere wichtige Frage sei selbstverständlich die der Finanzierung: Der Schlüssel hierfür sei eine "wissensbasierte Ökonomie", so Häupl. Die Strukturen der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in der Stadt bedürften einer "Ökonomie der rauchenden Köpfe, statt der rauchenden Schornsteine", so der Bürgermeister. "Wissenschaft, Technologie, Bildung und Innovationen sind kein "Spleen" von mir, sondern von immanenter Bedeutung für die Zukunft dieser Stadt, für den Erhalt der Lebensqualität und den Erhalt des Wohlstandes." Denn der produzierende Bereich würde nur mehr ein Sechstel der Menschen, die im Dienstleistungsbereich arbeiten, beschäftigen. Daher sei der Bildungsweg auch konsequent fortzusetzen, er sei im "ureigensten Interesse Wiens". Das beinhalte auch eine "innere Schulreform". Die Unis bildeten einen weiteren Baustein der wissensbasierten Ökonomie. Die verschiedenen Universitätskooperationen gäbe es ohne uns nicht", betonte Häupl.

"Ich möchte, dass Wien in zwanzig Jahren für seine "Start Ups" weltweit berühmt ist", bekannte Häupl. Es gelte die Innovationskraft zu forcieren und in Wirtschaftskraft umzusetzen. Die Voraussetzung für sozialen Zusammenhalt jetzt und in Zukunft sei schließlich wirtschaftliche Stabilität. "Die wissensbasierte Ökonomie und die Ausbildungen der Zukunft sollen genau das bewerkstelligen - die wahre Stabilisierung unserer Gesellschaft, unserer Demokratie", schloss der Wiener Bürgermeister.

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