Syrien: Kein Friede in Sicht, aber sehr viel Leid - vor allem für Kinder!

Innsbruck (OTS) - Zwei Jahre nach Ausbruch des Konflikt: 70.000 Tote und mehr als eine Million Menschen auf der Flucht, die Hälfte davon Kinder. SOS-Kinderdorf Syrien leistet Nothilfe im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Die dramatische Situation der Kinder Syriens ist die größte Sorge der SOS-Kinderdörfer - sich für sie einzusetzen und im Rahmen der Möglichkeiten zu helfen das größte Anliegen. Es sind Kinder, die direkte Opfer von Gewalt werden, die Zeugen von Gräueltaten werden und extrem traumatisiert sind, die vertrieben werden aus ihren Häusern, die ihr Heimatland verlassen müssen, die keinen regulären Schulunterricht besuchen können, keine medizinische Hilfe bekommen, nicht wissen, wie es morgen weitergeht - und ob es für sie überhaupt ein Morgen gibt. Rasha Muhrez, Koordinatorin der Nothilfe von SOS-Kinderdorf in Syrien sagt: "Unser einziger Auftrag ist der, uns um vertriebene Familien zu kümmern. Wir schauen, dass wir die Hilfsaktionen auf neutralem Boden durchführen, wo die Menschen ohne Angst hinkommen können. Die meisten wollen einfach ihr früheres Leben zurück."

Not- und Nachbarschaftshilfe unter schwierigen Bedingungen

Jede in Syrien tätige NGO muss mit der Regierung und den zuständigen Behörden einen Rahmenvertrag ausverhandeln, der den genauen Einsatzbereich und die Art der Hilfe definiert. Nach monatelangen Bemühungen bekam SOS-Kinderdorf Syrien im Februar das Mandat, für Opfer des Konflikts direkte Nothilfe leisten zu dürfen. Bisher konnte SOS-Kinderdorf seine Nothilfe nur mithilfe autorisierter Partnerorganisationen abwickeln. Durch die lokale Organisation Syria Trust for Development wurden in den vergangenen Monaten vertriebene Familien in Damaskus, in Raqqa, in Aleppo und im Umland von Aleppo mit Lebensmitteln, Babynahrung, Hygieneartikeln, Matratzen, Medikamenten und Kleidung versorgt. Auch mit dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond und mit IOM (International Migration Organisation) hat SOS-Kinderdorf zusammengearbeitet.

Hilfsaktionen für mehr als 10.000 Menschen geplant, zwei Drittel davon Kinder

SOS-Kinderdorf Syrien plant nun, die Hilfsaktionen auf mehr als 10.000 Menschen - zwei Drittel davon Kinder - auszuweiten. Im Vergleich zu den großen Nothilfeorganisationen sind die finanziellen Mittel, die logistischen Möglichkeiten und personellen Ressourcen von SOS-Kinderdorf Syrien jedoch limitiert. Und dennoch: Wir können direkt vor Ort helfen. Wir konzentrieren uns auf die Grundversorgung, die psychologische Begleitung und den Schutz von Kindern, die mit ihren Familien unter schwierigsten Bedingungen in Notquartieren leben. Wegen der hohen Sicherheitsrisiken ist noch nicht endgültig entschieden, welche Einsatzgebiete neben Damaskus und Umgebung in Frage kommen.

SOS-Kinderdorf ist seit 1980 in Syrien als nationale Organisation tätig und betreibt in Aleppo und in Damaskus Kinderbetreuungsprojekte und Familienprogramme. Im September 2012 mussten alle SOS-Familien von Aleppo nach Damaskus gebracht werden, weil die Sicherheitslage immer problematischer wurde. Unter den herrschenden Bürgerkriegsverhältnissen geben die Mitarbeiter in Syrien ihr Bestes, um die Kinder und Jugendlichen zu schützen und Familien, die bereits vor dem Krieg unterstützt wurden, mit dem Notwendigsten zu helfen.

Infos/Spenden: www.sos-kinderdorf.at

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Viktor Trager, SOS-Kinderdorf/Presse
Tel. 0676/88144201, E-Mail: viktor.trager@sos-kd.org

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