Kadenbach: "Bei EU-Agrarpolitik keine Wende erreicht!"

SPÖ-Europaabgeordnete: Ökologisierung nicht ausreichend

Wien (OTS/SK) - Bei der Abstimmung zur gemeinsamen Agrarpolitik im Europäischen Parlament in Straßburg diese Woche haben sich nur wenige Agrar-Reformvorschläge durchsetzen können. "Es bahnt sich in einigen Bereichen sogar ein politischer Rückschritt an. Die von uns SPÖ-Europaabgeordneten geforderte Maximalfördersumme pro Betrieb von 100.000 Euro wurde leider nicht angenommen, hier hat sich die Agrarindustrielobby durchgesetzt", sagt die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung des Europäischen Parlaments. Sie wendet sich gegen kurzfristiges Profitstreben der Agrarindustrie, weil dadurch die hart und nachhaltig arbeitenden landwirtschaftlichen Betriebe unter Druck geraten. ****

Kadenbach: "Gerade die notwendige Ökologisierung kommt nun leider nur stark abgeschwächt. Ich war und bin der Meinung, dass die EU durchaus eine Gegenleistung für die Förderungen verlangen soll, die in Richtung ländliche Infrastruktur und Umweltschutzmaßnahmen geht. Landwirtschaft betrifft letztlich alle Bürgerinnen und Bürger wenn es darum geht, gesunde und hochwertige Lebensmittel herzustellen." Mit der Abstimmung vom Mittwoch wurden keine Sanktionen bei Basisprämien vorgesehen, womit Umweltschutzmaßnahmen fast zu reiner Freiwilligkeit ohne Handhabe werden.

Kadenbach ist stolz darauf, dass Österreich EU-Spitzenreiter in der Bio-Produktion ist. Kadenbach: "Das muss durch besondere Förderung auch so bleiben, denn die Marktpreise spiegeln die wahren Kosten nicht wieder. Aus diesem Grund habe ich dafür gestimmt, dass der Biolandbau als Greening zählen soll. Dieser Punkt fand auch eine Parlamentsmehrheit."

"Leider gibt es nun nach wie vor Exportförderungen in der EU-Landwirtschaft. Damit gibt es auch Förderungen für Lebendtierexporte, eine völlig kontraproduktive Subvention", betont Kadenbach. (Schluss) up/mp

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