Auer: Rot-Grüne Allianz untergräbt ökologischen Weg der heimischen Landwirtschaft

Sozialdemokraten und Grüne stimmen im EU-Parlament für Benachteiligung von Biobetrieben

Wien (OTS) - Bauernbundpräsident Jakob Auer begrüßt, dass sich das Europäische Parlament in der gestrigen Plenar-Sitzung mit breiter Mehrheit für eine weiterhin starke gemeinsame Landwirtschaftspolitik der EU ausgesprochen hat. In der besonders für die österreichischen Betriebe bedeutenden Frage der Anrechnung von Agrarumweltprogrammen auf die Greening-Bestimmungen bedauert es Auer jedoch, dass der vom Landwirtschaftsausschuss des Parlaments vorgelegte Kompromiss nicht mehrheitsfähig war.

"Damit werden Bauernhöfe, die bereits jetzt Vorleistungen im Bereich des Natur- und Umweltschutzes erbracht haben, massiv benachteiligt und für ihren freiwilligen Einsatz für die Umwelt abgestraft", so der Bauernbundpräsident. "Damit wird nicht nur eine flächendeckende Teilnahme der Bauern an einem zukünftigen Agrarumweltprogramm in Frage gestellt, sondern auch der erfolgreiche Weg der österreichischen Bio-Landwirtschaft untergraben", zeigt sich Auer enttäuscht über den Ausgang der Abstimmung zu diesem Punkt.

"Besonders erstaunlich ist, dass nunmehr auch die biologische Landwirtschaft nicht als 'grün per Definition' anerkannt werden soll, was bis dato eigentlich unbestritten war. Die Grünen spielen sich als Beschützer der Biobauern auf und fallen ihnen nun in den Rücken. Wenn nicht mal mehr Bio als nachhaltig eingestuft wird, auf welche Öko-Diktatur müssen sich die Bäuerinnen und Bauern dann in Zukunft einstellen, wenn es nach den Vorstellungen der Grünen geht?", so Präsident Auer in Richtung des Grünen- Agrarsprechers Pirklhuber.

Aber auch die Sozialdemokraten hätten dem Druck der NGOs nachgegeben und gegen die Anrechenbarkeit von Agrarumwelt- und Biomaßnahmen gestimmt, bedauert Auer, dass auch die österreichischen Vertreter in der SP-Fraktion gegen den österreichischen Erfolgsweg einer flächendeckenden nachhaltigen Produktion votiert haben.

"Besonderer Dank gilt unserer Abgeordneten Elisabeth Köstinger, die bei den Vorarbeiten im Agrarausschuss mit ihrem Team eine hervorragende Arbeit geleistet hat", unterstreicht Auer.
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